EM-Qualifikation

Deutschland droht eine schwere EM-Gruppe

Qualifiziert sich die DFB-Auswahl für die EM 2020, warten bereits früh schwere Gegner. Grund ist das vierte Gegentor gegen Holland.

Nico Schulz, Niklas Süle, Toni Kroos, Serge Gnabry und Jonathan Tah sind enttäuscht nach der Niederlage gegen die Niederlande.

Nico Schulz, Niklas Süle, Toni Kroos, Serge Gnabry und Jonathan Tah sind enttäuscht nach der Niederlage gegen die Niederlande.

Foto: Alex Grimm / Bongarts/Getty Images

Berlin. Die Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Niederlande wiegt doppelt schwer. Denn das Team von Bundestrainer Joachim Löw hat sich in Hamburg den Vorteil gegenüber der „Elftal“ im Kampf um den Gruppensieg nehmen lassen. Durch den verlorenen direkten Vergleich (3:2, 2:4) kann Deutschland nicht mehr aus eigener Kraft Gruppensieger werden.

Doch nur als Erster der Gruppe C besteht die Chance, als einer der besten sechs Sieger aller zehn Qualifikationsgruppen in Topf 1 gesetzt zu werden. Als Zweiter würde das DFB-Team bei der Auslosung der EM-Gruppen am 30. November in Bukarest in Topf 2 oder sogar nur in Topf 3 landen.

Die Setzliste für die vier Lostöpfe richtet sich nach dem Abschneiden der jeweils zehn Gruppenersten und -zweiten in der Qualifikation. Für die Rangliste der Gruppenersten bzw. -zweiten gelten folgende Kriterien: höhere Punktzahl, bessere Tordifferenz, mehr erzielte Treffer, wobei die Ergebnisse gegen den Gruppensechsten (Gruppen F bis J) gestrichen werden.

Frankreich oder Belgien als mögliche Gegner

Folglich befinden sich in Topf 1 die sechs besten Gruppensieger, in Topf 2 die übrigen vier Gruppenersten sowie die zwei besten Gruppenzweiten, in Topf 3 die Gruppenzweiten auf den Plätzen 13 bis 18 der Setzliste und in Topf 4 die zwei schlechtesten Gruppenzweiten sowie die vier Play-off-Sieger der Nations League.

Sollte der dreimalige Europameister also als Gruppenzweiter das EM-Ticket lösen, sind – nach jetzigem Stand – Weltmeister Frankreich, der WM-Zweite Kroatien oder auch der WM-Dritte Belgien mögliche EM-Gruppengegner.

Da Deutschland zu einem der zwölf Gastgeber des Turniers zählt, sind Gruppenspiele gegen andere Gastgeber wie Spanien, Italien, England, Niederlande oder Russland nicht möglich. Sie spielen bei einer EM-Teilnahme in der Gruppenphase im eigenen Land.

Mindestens zwei Heimspiele

Jeder qualifizierte Ausrichterverband wird automatisch in die Gruppe seiner Austragungsstadt eingeteilt und bestreitet mindestens zwei Spiele vor heimischem Publikum. Löst zum Beispiel Ungarn das EM-Ticket, kommt es als Co-Gastgeber der Gruppe F (Spielorte: München, Budapest) sicher in die „deutsche Gruppe“.