FUSSBALL

Real Madrid lockt Neymar: 40 Millionen im Jahr - netto

Real Madrid buhlt um Neymar mit einem Fünf-Jahres-Vertrag. Beim Liga-Start von Paris St. Geramin an diesem Sonntag fehlt Neymar

Dienst nach Vorschrift: Neymar (l.) auf dem Trainingsgelände von Paris St. Germain mit Marquinhos.

Dienst nach Vorschrift: Neymar (l.) auf dem Trainingsgelände von Paris St. Germain mit Marquinhos.

Foto: Foto: Wojazer / Reuters

Paris/Berlin.. Real Madrid will Brasiliens Superstar Neymar mit einem Mega-Angebot ködern. Präsident Florentino Pérez will dem Torjäger nach Angaben der Zeitung „Sport“ im Falle eines Wechsels 40 Millionen Euro netto pro Jahr zahlen. Das übersteige das derzeitige Gehalt Neymars bei Paris Saint-Germain (geschätzt: 36 Millionen) und würde den 27-Jährigen zur Nummer zwei der bestbezahlten Fußballprofis der Welt machen (nach Lionel Messi vom FC Barcelona).

„Florentino will Neymar mit Gold bedecken“, titelte die Zeitung. Real wolle Neymar für fünf Spielzeiten verpflichten, hieß es weiter. Bereits vor wenigen Tagen hatten spanische Medien berichtet, Real habe dem französischen Fußball-Meister PSG ein Angebot von 120 Millionen Euro für den wechselwilligen Angreifer gemacht und dem Verein zusätzlich einen Transfer von Weltfußballer Luka Modric in Aussicht gestellt.

Thomas Tuchel gerät bei PSG unter Druck

Neymar war 2017 für die bisherige Rekordablöse von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona nach Paris gewechselt. Sein Vertrag beim Team von Trainer Thomas Tuchel läuft noch bis zum 30. Juni 2022. Aber der eigenwillige Stürmer will PSG wieder verlassen. Nachdem sein Wunschklub, der FC Barcelona, aber gerade Antoine Griezmann für 120 Millionen von Atletico Madrid verpflichtet hat, reicht das Geld nicht mehr für einen Neymar-Transfer.

Schwierig ist die Situation für Thomas Tuchel (45), den Noch-Vorgesetzten von Neymar in Paris. Dem Vernehmen nach will PSG den Brasilianer nicht halten, wenn er unbedingt weg will – vorausgesetzt, die Ablöse stimmt. Inmitten dieser Turbulenzen bestreitet PSG den Liga-Auftakt an diesem Sonntag gegen Olympique Nimes (21 Uhr, DAZN live). „Ich fühle, dass mein Team bereit ist“, sagte Tuchel. Es sei noch nicht alles „perfekt, aber wir sind, wo wir sein sollten.“

Klar ist, dass Neymar beim Saisonauftakt gegen Nimes nicht spielen wird. PSG-Sportdirektor Leonardo räumte indirekt ein, dass es Verhandlungen gäbe. Leonardo sprach von „Diskussionen“, die „weiter fortgeschritten“ seien als vorher. Noch sei PSG aber nicht bereit, einem Deal zuzustimmen.

Für PSG zählt die Champions League

Perfekt muss Tuchels Team nicht spielen, um den Titel in Frankreich zu verteidigen – auch wenn der Klub mit Ausgaben von 80 Millionen Euro bisher fast zurückhaltend auf dem Transfermarkt agierte. Niemand zweifelt daran, dass der aus Katar alimentierte Klub um Weltmeister Kylian Mbappé wieder vorneweg marschiert. Aber für Paris zählt eigentlich nur die Champions League. „Ich bin zweieinhalb Jahre hier und habe viele nationale Titel gewonnen“, sagte Nationalspieler Julian Draxler. „Damit bin ich glücklich. Was negativ ist, ist das Abschneiden in der Champions League.“

Dem erklärten Ziel, die Königsklassen zu gewinnen, ist PSG seit Jahren nicht nahe gekommen. Nachdem mehrfach im Viertelfinale Schluss war, ist Paris mit Tuchel bereits im Achtelfinale gescheitert. „L’Equipe“ berichtete, dass Tuchel fünf Monate Zeit habe, um den neuen Sportdirektor Leonardo „zu überzeugen“, dass der deutsche Trainer der richtige Mann für diese Mission ist.