Fußball

Bayern vor Verlängerung mit Lewandowski

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Robert Lewandowski (r.) ist mit den Bayern in den USA.

Robert Lewandowski (r.) ist mit den Bayern in den USA.

Foto: Sebastian Widmann / Bongarts/Getty Images

Die Münchner erteilen Gerüchten um Mandzukic eine Absage. Auf der USA-Reise besucht der Klub das Holocaust-Museum.

Los Angeles. Beverly Hills. Hollywood. Glanz und Glamour, Traumfabrik. Dieses Ambiente passt gut zum FC Bayern, der sich zu den Global Playern im Unterhaltungsgeschäft Fußball zählt und diesen Promi-Status in einem hart umkämpften internationalen Markt auch in Zukunft behaupten will. Darum sind die Münchner auch in diesem Sommer wieder in den USA – und diesmal nicht irgendwo, sondern auch in Los Angeles, wo sie die meiste Zeit ihres Drei-Städte-Trips verbringen, inklusive einer Einladung bei Terminator Arnold Schwarzenegger an Tag zwei.

Zwischen schweißtreibendem Training und umfangreichen Werbeaktivitäten stand für den FC Bayern bei seiner US-Tour zunächst der bedeutendste Termin auf dem Programm. Am Dienstagfrüh plante die Münchner Delegation den Besuch des Holocaust-Museums im Pan Pacific Park in Los Angeles. Der deutsche Fußball-Rekordmeister wollte damit ein Zeichen setzen. „Der FC Bayern steht gegen Rassismus, gegen Gewalt – für Offenheit, für Toleranz. Wir wollen hier Klartext reden“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Museum ehrt früheren Bayern-Präsidenten Landauer

Das Holocaust-Museum in der kalifornischen Metropole richtet zu Ehren des ehemaligen Bayern-Präsidenten Kurt Landauer eigens eine Sonderausstellung aus. Landauer, der als Jude von den Nazis verfolgt wurde, hatte den Klub in drei Amtszeiten zwischen 1913 und 1951 geprägt. „Das finde ich schon sehr bemerkenswert und macht uns stolz“, sagt Rummenigge über die Ausstellung.

Für den FC Bayern sind diese Termine von besonderer Bedeutung. Auch die zahlreichen Marketingaktivitäten oder den werbewirksamen Besuch des Space Centers der NASA in Houston nannte Rummenigge „alternativlos. Das sind Märkte, die jetzt schon wichtig sind und noch wichtiger werden. Wir müssen uns da zeigen.“ Auch wenn es für Trainer Niko Kovac in der Vorbereitung ein schwieriger Spagat ist.

Talent Dajaku kommt aus Stuttgart

Seine 19 Profis um Kapitän Manuel Neuer wird er in den Testspielen gegen den FC Arsenal (18. Juli, 5 Uhr), Real Madrid (21. Juli, 2 Uhr) und den AC Mailand (24. Juli, 3 Uhr/alle MESZ, Sport1 und DAZN) entsprechend nur dosiert zum Einsatz bringen, „45, maximal 60 Minuten“. Stattdessen würden die acht mitgereisten Juniorenspieler „spielen“, kündigte Kovac bereits an: „Die Ergebnisse sind sekundär. Es geht darum, dass wir zum ersten Pflichtspiel topfit sind.“

Nach der langen Anreise aus Deutschland stellte Rummenigge auch klar, dass an den Spekulationen über eine Rückkehr von Stürmer Mario Mandzukic (33, Juventus Turin) nichts dran ist: „In der Richtung ist nichts geplant.“ Dafür setzen die Bayern im Sturmzentrum langfristig auf Bundesliga-Torschützenkönig Robert Lewandowski, der letzte Saison in 47 Pflichtspielen 40 Treffer erzielte. Der Vertrag dürfte in Kürze vorzeitig um zwei Jahre bis 2023 verlängert werden. „Eingetütet ist es nicht, aber bei Robert gibt es schon die Entwicklung, dass er sich bei Bayern München extrem wohl fühlt“, berichtete Rummenigge. Zudem haben die Münchner das Sturmtalent Leon Dajaku für die Drittliga-Mannschaft verpflichtet. Der 18-Jährige kommt von Zweitligist VfB Stuttgart.

( BM )