DFB-Pokal

Werder zerstört Schalkes Hoffnung auf ein Happy End

Bremen hat noch zwei Chancen auf Europacup und damit Argumente im Kampf um den Verbleib von Max Kruse.

Sebastian Rudy und Suat Serdar (l.) können Werders Torschützen Milot Rashica (M.) nicht stoppen.

Sebastian Rudy und Suat Serdar (l.) können Werders Torschützen Milot Rashica (M.) nicht stoppen.

Foto: Ina Fassbender / dpa

Viele Fans in Königsblau verließen das Stadion vorzeitig: Werder Bremen hatte ihrem FC Schalke 04 die letzte Hoffnung auf ein Happy End einer verkorksten Saison genommen. Durch Tore von Milot Rashica und Davy Klaassen bezwangen die Hanseaten die Hausherren in der Veltins Arena mit 2:0 (0:0) und zogen zum 21. Mal ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. Der sechsmalige Pokalsieger setzte damit seine Erfolgsserie in diesem Jahr fort und hat nach zwölf Pflichtspielen ohne Niederlage zwei Chancen auf den Europacup-Einzug.

„Das gute Spiel habe ich von uns nicht gesehen, aber wir haben eine Qualität im Moment, die es uns erlaubt, auch solche Partien zu gewinnen. Wir haben noch ein Spiel vor der Brust, um unseren Traum zu leben“, sagte Werder-Kapitän Max Kruse bei Sky. Eine Vertragsverlängerung will er auch davon abhängig machen, ob er international spielen kann.

Schalke bestätigte drei Tage nach dem lebenswichtigen 1:0 im Bundesliga-Abstiegskampf bei Hannover 96 nach sechs Pleiten in Folge zwar seinen Aufwärtstrend unter Interimstrainer Huub Stevens. Allerdings nutzten die Gastgeber ihre Torchancen vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht. Stattdessen brachte Rashica mit einem satten Distanzschuss nach einem Abspielfehler von Bastian Oczipka (65.) Bremen in Führung. Nur sieben Minuten später machte Klaassen (72.) mit einem weiteren Kunstschuss den dritten Sieg gegen Schalke in dieser Saison perfekt. „Über Hamburg fahr’n wir nach Berlin“ sangen daraufhin die Werder-Fans in Erwartung eines Nordderbys im Halbfinale, alternativ könnte der Halbfinalgegner auch Bayer München oder RB Leipzig heißen. Fehlen wird in der Vorschlussrunde aber Nuri Sahin, der in der 90. Minute Gelb-Rot sah.

Für den Einzug in die Runde der letzten Vier am 23./24. April, die am Sonntag ausgelost wird, streicht Bremen eine Prämie von 2,656 Millionen Euro ein. Damit ist die Europa League für den Tabellensechsten nicht nur über die Bundesliga in Sichtweite, sondern wäre auch mit zwei weiteren Erfolgen im Pokal zu erreichen. Für die Gelsenkirchener steht dagegen fest, dass sie in der nächsten Saison nicht international spielen werden. „Wir haben zu viele Fehler gemacht, von denen eine gute Mannschaft profitiert. Und das darf uns nicht passieren», sagte Stevens.