Fußball

Regionalligist Viktoria 89 ist gerettet

Auch wenn der neue Sponsor den Spielbetrieb für die Rückrunde nun sichert, bleibt der Verein zunächst im Insolvenzverfahren.

Das Trikot von Ümit Ergirdi von FC Viktoria 89 hängt vor einer Pressekonferenz in der Mannschaftskabine.

Das Trikot von Ümit Ergirdi von FC Viktoria 89 hängt vor einer Pressekonferenz in der Mannschaftskabine.

Foto: dpa

Berlin. Fußball-Regionalligist Viktoria 89 kann aufatmen. Der Insolvenzverwalter Torsten Martini von der Kanzlei Leonhardt-Rattunde konnte mit dem Verein eine Zwischenfinanzierung für die Herrenmannschaft des Vereins sicherstellen.

Viktoria-Geschäftsführer Felix Sommer: „Wir haben unter Hochdruck eine gute Lösung gefunden, die wir mittels der bereits von den Vereinsmitgliedern beschlossenen Ausgliederung weiter vorantreiben wollen. Das ist ein großer Schritt, der uns Kraft und Zuversicht für die noch vor uns liegende Arbeit gibt.“

Auch wenn der neue Sponsor den Spielbetrieb für die Rückrunde sichert, bleibt der Verein zunächst im Insolvenzverfahren, das am 1. Februar voraussichtlich eröffnet wird. Nach dem Ausstieg des chinesischen Investors ASU hatte der frühere deutsche Meister am 13. Dezember des vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet.

Trotz des laufenden Insolvenzverfahrens wird weiter an dem Plan festgehalten, den Profi-Bereich auszugliedern. So soll der Spielbetrieb langfristig sichergestellt werden.

Insolvenzverwalter Torsten Martini: „Der Spielbetrieb ist gesichert. Das war das große Ziel, welches wir in der Kürze der Zeit, gemeinsam nach intensiven Verhandlungen und erheblichen Bemühungen der involvierten Personen gut hinbekommen haben. Nun geht es für mich darum, den Verein gemeinsam mit Vorstand, Mitarbeitern, Spielern und Mitgliedern langfristig wieder auf einen gesunden Weg zu bringen.“

Klub werden Punkte abgezogen

Aufgrund der angemeldeten Insolvenz werden dem Verein in der laufenden Runde neun Zähler abgezogen. Mit dann 22 Zählern befänden sich die Südberliner in der Nähe der Abstiegsplätze. Zudem muss Trainer Jorg Goslar auf einige Stammspieler verzichten, die den Verein bereits verlassen haben. Neben Petar Sliskovic und Christoph Menz, die bereits in der Bundes- und 2. Bundesliga gespielt hatten, haben schon drei weitere Spieler dem Verein den Rücken gekehrt.