Fußball

Drei Viertel aller Profis tippen auf Dortmund als Meister

Von der Bosz-Premiere bis zum Nagelsmann-Abschied: Die wichtigsten Fakten zur Bundesliga-Rückrunde.

Trainer  Lucien Favre (l.) bereitet sich  mit Borussia Dortmund in Marbella  auf die  Rückrunde vor. Spätestens am  18. Mai würde er gern Meister sein.

Trainer Lucien Favre (l.) bereitet sich mit Borussia Dortmund in Marbella auf die Rückrunde vor. Spätestens am 18. Mai würde er gern Meister sein.

Foto: David Inderlied / dpa

Gute Geschäfte Tabellenführer Dortmund eröffnete die bis 31. Januar laufende Transferperiode mit einem Coup: 64 Millionen Euro erhält der BVB vom FC Chelsea für Christian Pulisic. Dabei wäre der Vertrag des 20-Jährigen eh 2020 ausgelaufen. Obendrein darf Dortmund Pulisic für die Rückserie noch leihweise behalten. Damit sich Trainer Lucien Favre den Traum vom ersten Bundesliga-Titel erfüllen kann, muss Dortmund vor allem auswärts ­bestehen. Der Spielplan sieht vor, dass die Borussia in der Rückrunde bei den fünf heimstärksten Bundesligisten antreten muss (Gladbach, Bayern, Leipzig, Hertha, Frankfurt). Da kann es nicht schaden, dass der BVB die Innenverteidigung mit dem Argentinier Leonardo Balerdi (19 Jahre/ 15,5 Mio. Euro Ablöse) verstärkt hat. Die Branche setzt auf den Spitzenreiter. Laut „Kicker“-Umfrage glauben 73 Prozent der Profis an einen deutschen Meister ­Borussia Dortmund.


Auf Abschiedstournee Julian Nagelsmann (31) wechselt im Sommer von Hoffenheim zu RB Leipzig. Im Winter hatte der Trainer mögliche Autoritätsprobleme erwähnt, die es mit unzufriedenen Reservisten geben könnte. Folglich hat die TSG im Winter fünf Spieler ausgeliehen. Als Nachfolger wird übrigens David Wagner (zuletzt Huddersfield) gehandelt.


Bullenparade In einer insgesamt eher ruhigen Transferperiode haben sich die Leipziger im eigenen Konzern bedient. Tyler Adams kam von New York RB, Amadou Haidara von RB Salzburg. Sportdirektor/Trainer Ralf Rangnick setzt alles daran, um Nagelsmann im Juli in Leipzig als Champions-League-Starter begrüßen zu können – und um Stürmer Timo Werner zu halten.
Zweite Chance Peter Bosz (55) gibt als Nachfolger des entlassenen Heiko Herrlich seinen Einstand in Leverkusen. Der niederländische Trainer, in der Vorsaison beim BVB gescheitert, soll die Werkself am besten in die Champions League führen. Allerdings sind diese Ränge derzeit sieben Punkte entfernt. Das Auftaktprogramm ist anspruchsvoll: Leverkusen startet gegen Gladbach, Wolfsburg und den FC Bayern.
Achterbahnfahrt Domenico Tedesco wandert mit Schalke zwischen den Welten: Im Achtelfinale der Champions League wartet der englische Meister Manchester City. In der Liga will man nach Rang 13 in der Hinrunde Wiedergutmachung leisten. Neue Spieler gab es dafür bislang nicht, Naldo wurde sogar abgegeben. Dafür soll Nationalstürmer Mark Uth als Zehner dafür sorgen, dass sich Schalkes größtes Manko bessert, die schwache Offensive (20 Saisontore). Die ersten Spiele weisen die Richtung: Es geht gegen Wolfsburg (20. Januar) und Hertha BSC (25.).

VfB Stuttgart Im Kampf um den Klassenerhalt greifen die Schwaben tief in die Tasche. Von Galatasaray Istanbul kommt Ozan Kabak (19) – mit zwölf Millionen Euro wird der türkische Verteidiger der teuerste Einkauf beim VfB. Zudem wurden die Offensivspieler Alexander Esswein (Hertha) und Steven Zuber (Hoffenheim) ausgeliehen.


Fortuna Düsseldorf Der Aufsteiger, der in der letzten Woche vor Weihnachten neun Punkte geholte hatte, stieß Friedhelm Funkel vor den Kopf, indem der Klub zunächst das Vertragsende mit dem Trainer im Sommer kommunizierte. Auch, wenn nach einem Machtwort aus dem Aufsichtsrat Funkel nun doch einen neuen Jahres-Vertrag erhielt (gilt nur für die Bundesliga), ist abzuwarten, wie die Spieler das Misstrauensvotum der eigenen Führung verkraften.

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