Bundesliga

Scharfe Einlasskontrollen: Hertha-Fans mussten warten

Nach Randalen in Dortmund verschärfen die Berliner die Einlasskontrollen. Hertha verbietet gegen RB Spruchbänder und Banner.

Foto: Annegret Hilse/dpa

Berlin. Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen von Hertha BSC zum Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig (Anstoß 18.30 Uhr) haben vor der Partie zu langen Schlangen am Osttor geführt.

Dort stauten sich 50 Minuten vor dem Anstoß einige tausende Fußballfans außerhalb der Stadiontore. Hertha BSC hatte nach den Randalen von Personen aus dem Hertha-Block in Dortmund angekündigt, das Sicherheitspersonal aufzustocken und die Kontrollen am Einlass zu intensivieren. Die Polizei hat die Partie als Risikospiel eingestuft.

Die Stimmung war trotz der Wartezeit einigermaßen entspannt. Am Südtor, wo die Gäste-Fans aus Leipzig sowie Hertha-Fans eingelassen wurden, gab es keinen Rückstau. Hertha erwartet im Olympiastadion (Kapazität 74.600 Plätze) rund 50.000 Besucher.

Die Hertha-Anhänger in der Ostkurve haben angekündigt, als Reaktion auf die verschärften Maßnahmen (in allen Blöcken herrscht ein Verbot von Bannern und Spruchbändern) ihre Mannschaft nicht zu unterstützen.

Manager äußert sich zu Maßnahmen

Manager Michael Preetz hat sich zu den Maßnahmen nach den schweren Fan-Ausschreitungen geäußert. "Für uns war unstrittig, dass wir reagieren müssen nach den Vorfällen", sagte Preetz vor dem Heimspiel beim TV-Sender Sky. Der Hauptstadtclub untersagt beginnend mit der Partie gegen die Sachsen "das Einbringen von Bannern, Spruchbändern, Blockfahnen und Doppelhaltern", wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heißt. Die Verbote gelten "bis auf Weiteres" sowohl für die Heim- als auch die Auswärtsbereiche im Olympiastadion.

"Wir haben gesehen, wofür Stangen und auch Banner eingesetzt wurden letzte Woche", sagte Preetz. Vor diesem Hintergrund habe man die Entscheidung getroffen. Derzeit sei man mit einem kleinen Teil der Hertha-Fans nicht im Gespräch, erklärte Preetz. Der 51-Jährige hofft, dass sich dies ändert. "Natürlich müssen wir an einen Tisch", sagte Preetz. Kein Dialog sei auch keine Lösung.

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