Fussball

Trainer Nagelsmann verlässt Hoffenheim - Leipzig als Ziel

Julian Nagelsmann zieht die Ausstiegsklausel, verlässt die TSG am Ende der kommenden Saison.

Julian Nagelsmann ist seit 2016 Cheftrainer von Hoffenheim

Julian Nagelsmann ist seit 2016 Cheftrainer von Hoffenheim

Sinsheim. Trainer-Hammer in der Bundesliga! Julian Nagelsmann verlässt den Hoffenheim zum Ende der Saison 2018/19. „Es war mir wichtig früh für klare Verhältnisse zu sorgen“, sagt Nagelsmann. Mit seinem konsequenten Schritt wolle er verhindern, dass die gesamte Saison von immer neuen Spekulationen beeinflusst werde.

„Ich bin es der TSG und all ihren Mitarbeitern ebenso schuldig wie der Mannschaft und den Fans diese historische Spielzeit, in der wir zum ersten Mal in der Champions League antreten, nicht mit ständigen Mutmaßungen um meine Person und Zukunft zu belasten. Nun wissen alle, woran sie sind, und wir können uns professionell auf die anstehenden, schweren Aufgaben konzentrieren. Jeder weiß, dass ich bis zur letzten Stunde meines Engagements für die TSG brenne und alles dafür tun werde, unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen.“

Fünf Millionen Euro Ablöse

Deshalb werde er künftig auch keine Fragen zu seinem neuen Arbeitgeber oder künftige Pläne beantworten, sondern sich einzig und allein auf seine Aufgabe mit der TSG Hoffenheim fokussieren. „In der Branche wird immer Ehrlichkeit verlangt. Die haben wir bewiesen und ich erwarte, dass dies auch respektiert wird.“

Nagelsmann wird in der Saison 2019/2020 RB Leipzig coachen. Er erhält einen Vertrag bis 2023. Vom ersten Tag der Gespräche mit Sportdirektor Ralf Rangnick und Geschäftsführer Oliver Mintzlaff soll Nagelsmann als die Wunschlösung für die übernächste Saison gewesen sein.

Im Winter stellt Hoffenheim einen neuen Trainer vor

„Wir bedauern die Entscheidung von Julian, freuen uns aber nun zunächst darauf, mit ihm, einer ehrgeizigen Mannschaft und hoch motivierten Mitarbeitern in eine für die TSG Hoffenheim außergewöhnlichen Saison starten zu können“, sagt TSG-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich, der zudem ankündigte, „unsere Zukunftsplanungen der Öffentlichkeit im Winter vorzustellen.“

„Wir wussten um die vertraglich fixierte Möglichkeit, die im Profifußball nicht außergewöhnlich ist“, sagt Alexander Rosen. „Es spricht für den Charakter von Julian, dass er die Karten nun auch öffentlich auf den Tisch gelegt und so früh für alle Klarheit geschaffen hat“, ergänzt der TSG-Direktor Profifußball.