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Schalke hakt Thema Meyer ab

Manager Christian Heidel verzichtet vor der Partie gegen Augsburg auf eine Replik auf kritische Aussagen des Meyer-Beraters.

Christian Heidel und Domenico Tedesco reagieren auf die Kritik von Meyer-Berater Wittmann nicht

Christian Heidel und Domenico Tedesco reagieren auf die Kritik von Meyer-Berater Wittmann nicht

Foto: pa

Gelsenkirchen. Nach dem öffentlich ausgetragenen Streit um die Suspendierung von Max Meyer hat der FC Schalke 04 das unliebsame Thema abgehakt und will sich nun ganz auf die sportlichen Aufgaben konzentrieren. "Jetzt haben sich Max, der Verein und Roger Wittman geäußert. Das ist sein gutes Recht. Es gibt unterschiedliche Auffassungen. Aus unserer Sicht ist das Thema damit abgehakt", sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel. "Wichtig ist nun das Spiel am Samstag beim FC Augsburg. Darauf liegt der Fokus."

Der 22 Jahre alte Meyer, der zwei Schalker Angebote zur Vertragsverlängerung ausgeschlagen hatte und den Verein am Saisonende ablösefrei verlässt, hatte am Montag Mobbing-Vorwürfe gegen den Club erhoben und war daraufhin vom Club für den Rest der Saison freigestellt worden. In einer Reaktion hatte Meyers Berater Roger Wittmann am Mittwoch im Interview mit dem TV-Sender Sky zu den Vorgängen Stellung bezogen, den Verein attackiert und mangelnde Wertschätzung für seinen Schützling beklagt.

Heidel hofft, dass sich der Disput um Meyer nicht auf die Verhandlungen mit Thilo Kehrer auswirkt, der ebenfalls von Wittmann beraten wird. Der Vertrag des 21 Jahre alten Abwehrspielers läuft bis 2019. Schalke würde gern mit dem Talent verlängern, ein erstes Angebot hatte der Spieler aber nicht akzeptiert. "Alle Protagonisten sind alle lange im Geschäft", sagte Heidel zu den anstehenden Verhandlungen. "Ich sehe da keinen unüberwindbaren Probleme."

Trainer Tedesco lobt Meyer

Trainer Domenico Tedesco glaubt nicht, dass sich das Thema auf die sportliche Leistung beim Tabellenzweiten auswirkt. Er habe das Team am Dienstag über Meyers Suspendierung informiert. "Damit ist das Thema für uns abgeschlossen, es ist alles gesagt. Unser Eindruck war, dass die Mannschaft danach konzentriert und fokussiert trainiert hat." Tedesco hob zudem Meyers Wert für das Team in der Vergangenheit hervor: "Dass wir so eine gute Saison spielen, ist auch der Verdienst von Max Meyer. Er ist ein Teil der Mannschaft." Es sei legitim, dass die Mannschaft sich adäquat vom Mitspieler verabschiedet.

Kapitän Ralf Fährmann hatte die Unruhe um den Mittelfeldspieler bedauert. "Es ist schade, dass der Abschied so vonstatten geht. Als Mensch hätte er etwas Besseres verdient", sagte der Torwart der Gelsenkirchener. Fährmann forderte sein Team jedoch auf, im Saisonendspurt zum Alltag zurückzukehren. "Wir haben jetzt einen Haken dran gemacht."

Beim FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr) wollen die Königsblauen die Qualifikation für die Champions League endgültig unter Dach und Fach bringen. Ein Punkt würde dazu in jedem Fall genügen. "Wir gehen in das Spiel, um es zu gewinnen. Dazu brauchen wir einen guten Plan, offensiv wie defensiv", sagte Tedesco.

Neben Meyer wird in Augsburg auch Nabil Bentaleb fehlen, der nach seiner Roten Karte gegen Mönchengladbach vom DFB-Sportgericht für zwei Spiele gesperrt wurde. Für den Algerier dürfte Weston McKennie ins defensive Mittelfeld rücken. Zudem erwägt Schalke noch einen Einspruch gegen das Benaleb-Urteil. Dann würde der Fall mündlich verhandelt, die Strafe könnte dann aber auch höher ausfallen.

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