Fussball

Stögers Abschiedstour soll in die Königsklasse führen

Peter Stöger bleiben noch vier Spiele. Danach ist seine Zeit in Dortmund wohl vorbei.

Peter Stöger wird wohl kommende Saison kein Dortmund-Trainer mehr sein

Peter Stöger wird wohl kommende Saison kein Dortmund-Trainer mehr sein

Foto: pa

Dortmund. Mit viel Elan springt Peter Stöger aufs Podium, vor ihm steht eine BVB-Tasse mit seinem Konterfei. "Unser Neuzugang" ist darauf zu lesen. Der Winterzugang dürfte allerdings ein Abgang im Sommer werden, Stögers Zeit bei Borussia Dortmund ist fast abgelaufen. Die Laune des Österreichers beeinträchtigt das nicht, in den verbleibenden vier Spielen will er die Schwarz-Gelben unbedingt in die Champions League führen.

"Wir haben ein gutes Gefühl. Die Ausgangslage ist gut. Die Spiele werden weniger, wir haben es selbst in der Hand", sagte Stöger vor dem Topspiel gegen den direkten Konkurrenten Bayer Leverkusen am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky). Er sei zuversichtlich, "dass wir es schaffen".

Die schmerzhafte Derbyniederlage bei Schalke 04 (0:2) steckt noch in den Köpfen der Spieler. Aber: "Von Tag zu Tag wird die Stimmung ein bisschen besser, auch wenn die Niederlage nagt."

Stöger stellt Götze Startelf-Einsatz in Aussicht

Die Pleite beim Erzrivalen hat Konsequenzen - zumindest personelle. Dem zuletzt verschmähten WM-Helden Mario Götze stellte Stöger gegen die Werkself einen Startelfeinsatz in Aussicht: "Die Chancen sind da und groß."

Götze war gegen den VfB Stuttgart (3:0) überhaupt nicht zum Einsatz gekommen, im Revierderby wurde er erst in der 86. Minute eingewechselt, da war schon alles verloren. Seine WM-Chancen sinken immer weiter. "Ich bin Vereinsvertreter. Es ist das oberste Gebot, dass wir unsere Ziele erreichen", sagte Stöger, fügte aber an: "Wenn er da ist und seine Leistung abruft, dann gibt es nur Gewinner."

Ihre Leistung muss gegen Leverkusen aber die gesamte Mannschaft abrufen. "Wir müssen bereit sein, an unser Maximum zu gehen. Läuferisch, spielerisch und kämpferisch", sagte Stöger, der großen Respekt vor dem punktgleichen Gegner hat: "Die Mannschaft ist sehr variabel. Sie haben eine super Entwicklung genommen."

Das lässt sich vom BVB in den vergangenen Wochen nicht behaupten. Dem blamablen Europacup-Aus gegen Salzburg folgten die 0:6-Klatsche bei Bayern München und die Derbypleite. In der Bundesliga gab es aber immerhin zuletzt drei Heimsiege in Serie, die Champions-League-Chancen sind daher weiter intakt. "Wir haben die nächste Möglichkeit, einen großen Schritt zu machen", sagte Stöger.

Suche nach Batshuayi-Ersatz

Offen ließ der Österreicher, wer den verletzten Torjäger Michy Batshuayi ersetzen soll. Der 18-jährige Alexander Isak sei "eine Möglichkeit". Stöger kann sich aber auch vorstellen, "ohne echte Spitze" zu spielen. Andre Schürrle ist wohl keine Option: Der Weltmeister hat im Derby einen Schlag auf den Fuß bekommen. "Ich denke, es wird sich bis zum Wochenende nicht ausgehen", sagte Stöger. Seine Laune war dennoch gut.