Fussball

Leipzig-Stars Keita und Upamecano angeschlagen

Die Bullen brauchen gegen Hoffenheim einen Sieg, doch zwei Spieler bereiten Sorgen.

Dayot Upamecano (l.) und Keita drohen gegen Hoffenheim auszufallen

Dayot Upamecano (l.) und Keita drohen gegen Hoffenheim auszufallen

Foto: pa

Leipzig. Nach 44 Pflichtbegegnungen in dieser Saison muss RB Leipzig nur noch vier Endspiele bestreiten. Doch dabei geht es ums Ganze. Nach dem Aus in der Europa League soll nicht auch noch die Chance zur Teilnahme am internationalen Geschäft für die kommende Saison verspielt werden. Zum Direktduell um die immer noch mögliche Champions-League-Qualifikation erwarten die Sachsen an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) ausgerechnet Verfolger TSG Hoffenheim.

Die Sinsheimer, die seit sieben Spielen ungeschlagen sind, gewannen das Hinspiel gegen den deutschen Vizemeister mit 4:0. Es war die bislang höchste Bundesliga-Niederlage. „Wir haben nun die Möglichkeit, noch vier Wochen das Maximum aus der Saison herauszuholen und uns voll zu fokussieren“, sagte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl am Donnerstag.

Leipzig braucht einen Sahnetag

Gegen Hoffenheim muss ein Sieg her. „Es reicht in dieser Phase nicht mehr, nur einen Punkt zu holen“, meinte der Coach. „Es wird ein schwieriges Unterfangen. Um gegen Hoffenheim zu bestehen, brauchen wir einen absoluten Sahnetag.“ Zudem bangt der 50-jährige Österreicher noch um Naby Keita und Dayot Upamecano. „Es wird eng bei den beiden, sie haben diese Woche nur individuell trainiert. Aktuell ist unklar, ob es für Samstag reicht“, sagte Hasenhüttl. Keita hat immer noch Probleme mit dem Rücken, Upamecano seine Oberschenkelprobleme noch nicht voll auskuriert.

Nach zwei freien Tagen zu Beginn der Woche setzte Hasenhüttl wieder auf intensive Trainingsarbeit. „Es tut gut, wieder Zeit zu haben, um zu trainieren. Die letzte Einheit mit Elf gegen Elf war am 28. Februar“, erklärte der Fußball-Lehrer. Nun will er nach Wegfall der Doppelbelastung wieder vermehrt an Automatismen arbeiten, Torabschlüsse üben und vor allem aggressiv gegen den Ball arbeiten. „Wir dürfen nicht in den Urlaubsmodus verfallen, müssen weiter hart an unsere Defizite arbeiten“, sagte er in einer emotionalen Ansprache vor dem Training.

Hoffenheim ist wieder erstarkt

Mit Hoffenheim kommt ein Gegner, der ebenfalls erstmals die Doppelbelastung verkraften musste. Längst sind die Sinsheimer wieder in der Erfolgsspur. In den letzten fünf Spielen schossen sie 15 Tore. Auch dank der Offensiv-Einstellung von Julian Nagelsmann. „Ich schätze den Kollegen sehr, wir haben ab und zu auch mal privaten Austausch. Ich bin ein Bewunderer seiner Arbeit“, lobte Hasenhüttl.

Zugleich warnte er sein Team vor dem Gegner, der als Tabellen-Sechster nur einen Zähler hinter RB lauert. „Es ist eine sehr gute Mannschaft, die im Moment von ihren Qualitäten zu hundert Prozent profitiert.“ Daher wollen die Sachsen das Umschaltspiel der Gäste „schon im Keim ersticken“ und hinten sicherer stehen. „Es würde uns brutal helfen, wenn wir Vorsprünge auch mal verwalten und nicht hergeben“, meinte der RB-Trainer, der in dieser Woche seine Vertragsgespräche mit den Vereinsverantwortlichen ruhen ließ.