Bundesliga

Papadopoulos attackiert HSV-Trainer Titz

Der Frust ist den Spielern anzumerken. Auch die Fans sind bedient. Nach der Niederlage kam es zu Krawallen.

Innenverteidiger Papadopoulos versteht nicht, warum er nicht spielte

Innenverteidiger Papadopoulos versteht nicht, warum er nicht spielte

Foto: imago sport / imago/Michael Schwarz

Hamburg. Der auf die Bank verbannte Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos (26) vom Hamburger SV hat nach der Niederlage gegen Hertha BSC (1:2) den neuen Trainer Christian Titz ungewohnt scharf kritisiert. Es sei "total schade, dass ich nicht spiele und dass manche erfahrene Spieler nicht in der Mannschaft waren. Die Mannschaft braucht diese Spieler", sagte der bisher gesetzte Grieche. Titz Aufstellung sei "nicht die beste Lösung" gewesen.

"Ich habe keine Ahnung, warum ich nicht gespielt habe. Der Trainer hat nicht mit mir gesprochen. Ich werde das Gespräch auch nicht suchen", sagte Papadopoulos, der indirekt auch seine Kollegen attackierte. Nach der 1:0-Führung hätte man die Partie "nicht verlieren dürfen". Nach 14 Spielen ohne Sieg rückt der erste Abstieg der Vereinsgeschichte für den Tabellenvorletzten angesichts von sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz immer näher. "Die Hoffnung stirbt zuletzt. Es wird schwer, es wird eng", sagte Papadopoulos.

Titz, nach Markus Gisdol und Bernd Hollerbach der dritte HSV-Trainer der Saison, konterte die Kritik. "Wir haben uns mit jedem Spieler in dieser Woche beschäftigt. Aber wir klären das intern", sagte der 46-Jährige, der sein Team gegen Hertha ordentlich umgekrempelt hatte.

Er brachte fünf Neue, zudem hatten es mit Dennis Diekmeier, Mergim Mavraj, Walace, Andre Hahn und Sven Schipplock fünf etablierte Profis gar nicht erst in den Kader geschafft.

Krawalle nach HSV-Pleite

Zu Ausschreitungen ist nach der 1:2-Heimpleite des Hamburger SV in der Fußball-Bundesliga am Samstag gegen Hertha BSC gekommen. Der Pay-TV-Sender Sky zeigte Bilder von Auseinandersetzungen von HSV-Problemfans mit der Polizei, die Ordnungshüter mussten Schlagstöcke und Tränengas einsetzen. Offenbar wollten die Anhänger in den Kabinentrakt gelangen. Am Samstagabend twitterte die Hamburger Polizei, dass sich die Lage am Volksparkstadion wieder beruhigt habe.

Der Bundesliga-Dino ist weiterhin Tabellenvorletzter und wartet seit 14 Spielen in der Bundesliga auf einen Sieg. Dem Traditionsklub von der Elbe droht der erste Bundesliga-Abstieg.