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Kyle Lafferty schießt sich warm für Deutschland

Nordirland hofft im WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland auf eine Revanche für die Niederlage bei der EM.

Kyle Lafferty traf gegen San Marino zweimal

Kyle Lafferty traf gegen San Marino zweimal

Foto: Charles McQuillan / Getty Images

Hannover.  Will Grigg war sogar auf dem Münchner Oktoberfest in aller Munde. Der EM-Song über Nordirlands Nationalstürmer war auf der Wiesn ein Hit, obwohl Grigg bei der EM keine Sekunde gespielt hatte. Wenn die Nordiren am Dienstag (20.45 Uhr, RTL) in Hannover zur EM-Revanche gegen Weltmeister Deutschland (in Paris gab es ein 0:1) antreten, sieht Grigg wieder nur zu. Dabei hatte Trainer Michael O’Neill diesmal fest mit ihm geplant.

„Das ist ein echter Schlag“, sagte O’Neill über die Absage von Grigg, dieser sei zuletzt tatsächlich „on fire“ – also gut drauf – gewesen und habe „die beste Chance seit langem auf einen Platz in der Startelf gehabt“.

Doch da „Griggsy“ vor Kurzem erst Vater geworden ist, gestattete ihm der Coach eine Baby-Pause, „widerwillig“, wie er sagte. O’Neill weiß, dass er gegen die Deutschen jeden Mann braucht: „Alles, was wir gegen Deutschland mitnehmen, ist ein Bonus, das ist wie gegen Barcelona spielen zu müssen.“

„Deutschland wird das Spiel an sich reißen“

Nur gut, dass Kyle Lafferty wieder in Form gekommen ist. Der etatmäßige Mittelstürmer erzielte beim 4:0 (1:0) gegen Fußball-Zwerg San Marino am Sonnabend zwei Jokertore – seine Treffer Nummer acht und neun im elften Qualifikationsspiel. Bei Norwich City saß Lafferty zuletzt auf der Tribüne.

„Wir können darüber reden, bis wir schwarz werden, aber es ändert nichts: Wir brauchen Kyle spielfitter, als er es im Moment ist, und das weiß er auch“, sagte O’Neill. Im Angriff hakt es also: In fünf der vergangenen sieben Spiele blieb Nordirland ohne Treffer.

In Hannover, sagte O’Neill, hätte sein Team „nichts zu verlieren. Deutschland wird das Spiel an sich reißen. Es wird entscheidend sein, wie wir damit umgehen und ob es uns gelingt, sie auszuschalten.“ Aber, betonte der Coach, „wenn dir das in einem Aspekt gelingt, machen sie dir in einem anderen Probleme. Das liegt an der schieren Qualität ihrer Spieler.“

Sein Kollege Joachim Löw könne nach dem starken 3:0 gegen die Tschechen „acht Spieler rausnehmen, ich habe da wesentlich mehr Kopfzerbrechen“. O’Neill erwartet ein „verdammt schwieriges Spiel“.