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Einzelkritik: Hummels überragt in der Abwehr starken Boateng

In einer starken deutschen Mannschaft überzeugt neben den Torschützen vor allem die Innenverteidigung mit präzisen Pässen.

Bester Mann auf dem Platz: Mats Hummels

Bester Mann auf dem Platz: Mats Hummels

Foto: Alex Grimm / Bongarts/Getty Images

Neuer: Hatte noch weniger zu tun als vor zwei Wochen an gleicher Stelle als Bayernkeeper gegen den HSV. Im zweiten Durchgang durfte er immerhin einmal die Fäuste hochreißen, was ihm ohne Fehl und Tadel gelang. Note 3

Kimmich: Bestätigte seine Turboentwicklung, auch wenn der Münchner mal nicht das Tor traf, dafür aber eines vorbereitete. Der Defensiv-Allrounder hat als erster ernsthaft das Zeug dazu, rechts in der Abwehrkette in Philipp Lahms Fußstapfen zu treten. Note 2

Boateng: Der Weltklasse-Verteidiger stand im Schatten seines herausragenden Nebenmanns. Dabei soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass auch seine Pässe quer über den Platz meistens ihr Ziel erreichten.

Note 2

Hummels: Allein seine haargenauen Diagonalpässe waren jeden Cent der happigen Tribünenpreise wert. Der Münchner Innenverteidiger schaffte das Kunststück, bester Mann auf dem Platz zu sein, obwohl Deutschlands Defensive nicht gefordert wurde. Hummels passte mit rechts, mit links, mit dem Außen- und dem Innenrist, der Abwehrmann marschierte, dribbelte und stand auch dann goldrichtig, als tatsächlich mal ein tschechischer Befreiungsschlag in der deutschen Hälfte landen sollte. Note 1

Hector (bis 68.): Nach einer soliden ersten Halbzeit ging ihm das zunehmend rechtslastige Spiel derart auf die Nerven, dass er kurzerhand einen Gang hochschaltete und einfach mal ein Tor von der linken Seite vorbereitete. Durfte zur Belohnung frühzeitig unter die warme Dusche. Note 3

Höwedes (ab 68.): Als er kam, schwappte die Laola durch den Hamburger Volkspark. Einen kausalen Zusammenhang gibt es allerdings nicht. Ohne Note

Kroos (bis 75.): Der König der Pässe reichte das Zepter für einen Abend an die Kollegen aus der Innenverteidigung weiter. Nahm sich stattdessen die Freiheit, selbst ein Tor zu erzielen. Note 3

Gündogan (ab 76.): Der Comebacker des Spiels. Ohne Note

Khedira: Immer dann, wenn die Tschechen mutiger wurden, stand am Ende der Bemühungen im Mittelfeld der Spaßverderber von Juventus Turin.

Note 3

Müller: Zwei Tore, dazu an fast jeder weiteren Torchance irgendwie beteiligt. Job erledigt. Note 1

Özil: Er ist und bleibt ein Spaßfußballer. An guten Tagen ist der Londoner fast alleine sein Eintrittsgeld wert. Und am Sonnabend war ein guter Tag. Note 2

Draxler (bis 80.): Hatte das Pech, in einer extrem rechtslastigen Partie auf der linken Seite zu spielen. Im zweiten Durchgang etwas aktiver. Note 3

Brandt (ab 80.): Der Leverkusener durfte mitfeiern. Ohne Note

Götze: Ein 1,76 Meter kleiner Sturmriese. Sorgte für enorm viel Wirbel – und für den einen oder anderen Abseitspfiff zuviel. Trotzdem: Note 2