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„Gefühl, dass er nichts macht“: Lehmann macht Götze fertig

Nach dem 3:0-Sieg in Norwegen knöpfte sich RTL-Experte Jens Lehmann den Mittelstürmer vor. Der Bundestrainer ist anderer Meinung.

Fand scharfe Worte für Mario Götze: Jens Lehmann

Fand scharfe Worte für Mario Götze: Jens Lehmann

Foto: Fotostand / Suhr / picture alliance / Fotostand

Oslo.  Nach dem klaren 3:0-Sieg im WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft in Norwegen hat RTL-Experte Jens Lehmann Mittelstürmer Mario Götze heftig kritisiert. „Ich habe keinen Sprint gesehen, ich habe nichts gesehen“, sagte der frühere Nationaltorhüter über Götzes Leistung in Oslo: „Mario Götze gibt einem immer das Gefühl, dass er nichts macht.“

Andere Spieler, wie etwa der junge Julian Brandt, kämpften dafür, wieder aufgestellt zu werden. „Bei Mario Götze habe ich im Moment oder schon seit längerem nicht mehr das Gefühl“, sagte Lehmann.

Anderer Meinung ist Bundestrainer Joachim Löw. Er glaubt fest daran, dass WM-Held Mario Götze bei Borussia Dortmund zu alter Stärke zurückfinden wird. „Es war positiv für ihn, den Wechsel nach Dortmund zu machen. Dort wird man auf ihn die nächsten Saisons setzen. Wenn er ein paar Spiele hat, wird er wieder der Mario Götze werden, den wir kennen“, sagte Löw nach dem 3:0 (2:0) zum Auftakt der WM-Qualifikation in Norwegen.

Götze sieht sich selbst kritisch

Er habe den Ex-Münchner in den vergangenen Tagen im Kreise der Fußball-Nationalmannschaft wie erlöst erlebt, ergänzte Löw. „Ich sehe im Training sehr, sehr gute Phasen, ich sehe auch wieder ein Lächeln in seinem Gesicht und sehr viel Freude am Spiel.“ Noch fehle dem 24-Jährigen die Spielpraxis, doch wenn er diese bekomme, „dann wird er wieder das zeigen, was er kann“.

Götze selbst sah nach seinem 58. Länderspiel „Luft nach oben. Ich hätte gerne ein Tor gemacht, wenn man als Stürmer eingesetzt wird, wird man an Toren gemessen“, sagte er. Es sei für ihn als „falsche Neun“ gegen tief stehende Norweger „enorm schwer“ gewesen, „an Bälle zu kommen. Aber man schafft Räume für die Mitspieler.“

Das sah Experte Jens Lehmann wohl nicht so. Das von RTL übertragene Spiel sahen am Sonntagabend 8.7 Millionen Zuschauer im Fernsehen.