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Herthas John Anthony Brooks rettet Klinsmann Job in den USA

Der amerikanische Bundestrainer lobt seinen Berliner Spieler über die Maßen: „Mit so einer Leistung schaut ganz Europa auf ihn.“

Foto: imago sportfotodienst / imago/ZUMA Press

Philadelphia.  Die Copa América kam am Wochenende mit dem dramatischen Viertelfinaleinzug der Gastgeber und einem Hattrick des argentinischen Superstars Lionel Messi in Stimmung. Beste Laune verbreitete Jürgen Klinsmann, der an der Stätte, wo er 2011 sein Debüt als US-Coach gab, mit dem 1:0 (1:0) gegen Paraguay seinen Job vorerst rettete.

„Das war eine Kampfansage an alle Teams aus Südamerika und an wen auch immer, der es am Fernseher verfolgt hat, denn meine Jungs haben einen fantastischen Kampfgeist und Charakter“, sagte der in den Vereinigten Staaten in die Kritik geratene Ex-Bundestrainer lobend.

Die US-Boys, die erstmals seit 1930 zum dritten Mal in Folge ein Spiel mit der gleichen Elf begannen, zogen in der Gruppe A sogar noch an die zuvor schon für die Runde der letzten Acht qualifizierten Kolumbianer vorbei, die nach den beiden Auftaktsiegen überraschend Costa Rica mit 2:3 (1:2) unterlagen.

Frühe Führung von Clint Dempsey

Beide treffen nun in Überkreuzduellen auf die Besten der Gruppe B, in der Brasilien gegen Peru (beide 4 Punkte) sowie Ecuador (2) gegen Haiti (0) in der Nacht zum Montag die zwei Viertelfinalisten ausmachten.

Die 51.041 Zuschauer in Philadelphia bejubelten früh die Führung durch Clint Dempsey (27.). Doch Verteidiger DeAndre Yedlin brachte mit zwei Gelben Karten innerhalb einer Minute und dem daraus resultierenden Platzverweis (48.) die Amerikaner in Not.

Bester Mann auf dem Platz war Innenverteidiger John Anthony Brooks von Hertha BSC, über den Trainer Jürgen Klinsmann anschließend sagte: „Mit so einer Leistung schaut ganz Europa auf ihn.“

Argentinien feiert Messi

Daneben vertraten auch Fabian Johnson (Mönchengladbach) und Bobby Wood (Hamburg) die Bundesliga im US-Team. Bei Paraguay vergab dagegen der Ingolstädter Dario Lezcano eine Großchance Sekunden vor dem Halbzeitpfiff.

Derweil feiert Argentinien seinen Superstar. „La Copa AMessica“ titelte das Sportblatt „Olé“ nach Lionel Messis Hattrick beim 5:0 (1:0) gegen Panama und dem vorzeitigen Viertelfinal-Einzug. Dem Stürmer vom FC Barcelona fehlt mit nun 53 Länderspieltoren nur noch ein Treffer, um Argentiniens Rekordtorjäger Gabriel Batistuta einzuholen.