Fussball

Cottbus stürzt nach Abstiegsdrama in die Viertklassigkeit

Was für ein Drama: Energie steigt nach zwei späten Toren doch noch ab. Auch weil die Konkurrenz gewinnt. Die Fans stürmen den Platz.

Nicht zu fassen: Ein Cottbus-Fans kann seine Enttäuschung nicht verbergen

Nicht zu fassen: Ein Cottbus-Fans kann seine Enttäuschung nicht verbergen

Foto: Petko Beier / Bongarts/Getty Images

Cottbus.  – Der Frust sitzt tief, die Konsequenzen sind unabsehbar. Erstmals seit 19 Jahren spielt der FC Energie Cottbus nicht mehr im deutschen Profi-Fußball. Die Profis hatten Tränen in den Augen, 300 bis 400 Ultras machten ihrem Ärger bei einem Platzsturm nach dem Abpfiff Luft.

Mit Sprechchören wie „Vorstand raus“ forderten sie nach der bitteren 2:3 (0:0)-Niederlage gegen den FSV Mainz 05 II den Rücktritt von Club-Chef Wolfgang Neubert und des Präsidiums.

Wollitz nimmt Profis in Schutz und verteidigt die Fans

Ausgerechnet im 50. Jahr der Vereins-Gründung ist Energie als Tabellen-19. erstmals in seiner Geschichte in die Viertklassigkeit abgestürzt. Zudem traf es am letzten Spieltag auch die Stuttgarter Kickers (0:1 gegen Chemnitz), da sich Wehen-Wiesbaden (3:1 über VfB Stuttgart II) und Werder Bremen II (2:1 in Aalen) mit Siegen im jeweils letzten Saisonspiel retteten.

Zwölf Minuten war auch für die Cottbusser der Klassenverbleib zum Greifen nahe, als Richard Sukuta-Pasu mit zwei Treffern (56./Foulelfmeter, 77.) den 0:1-Rückstand durch Gäste-Stürmer Julian Derstroff (48.) zur 2:1-Führung gedreht hatte. Doch zwei weitere Treffer der Mainzer durch Fabian Kalig (89.) und Marcel Costly (90+1.) besiegelten die Niederlage der Cottbuser.

Trainer Claus-Dieter Wollitz nahm seine Profis in Schutz („Den Spielern fehlte es nicht an Einstellung“) und verteidigte die Fans: „Ihre Enttäuschung ist doch erklärbar.“