Fussball

Franz Beckenbauers Enkel Luca wechselt zum FC Schalke

Der 15-jährige Spieler des FC Bayern München sucht ein neues Umfeld. Dafür gibt es einen tragischen Grund.

Luca Beckenbauer (FC Bayern München) bei einem Freundschaftsspiel gegen den FC Ingolstadt im Januar 2016.

Luca Beckenbauer (FC Bayern München) bei einem Freundschaftsspiel gegen den FC Ingolstadt im Januar 2016.

Foto: Thomas Germann

Gelsenkirchen.  Einer der größten Namen des Weltfußballs wird demnächst auf einem Schalker Trikot prangen: Ein echter Beckenbauer wechselt zum Fußball-Bundesligisten aus dem Revier – allerdings ist Luca, Enkelsohn von „Kaiser“ Franz Beckenbauer, erst 15 Jahre alt.

Ab der neuen Saison wird der Nachwuchsverteidiger für die U17-Mannschaft der Königsblauen auflaufen. „Es geht um einen neuen Weg für Luca“, erläuterte Oliver Ruhnert, Chef der Schalker Nachwuchsabteilung, dieser Zeitung.

Zuvor spielte Luca Beckenbauer, wie könnte es anders sein, für den FC Bayern. Nach dem frühen Tod seines Vaters Stephan, der am 31. Juli 2015 einem Hirntumor erlag, wurde es emotional aber zunehmend schwierig für den Jungen, für seinen Heimatklub zu spielen.

Lucas Bruder war mitbeteiligt

Es war nicht der lange Schatten des Großvaters, sondern das Schicksal des Vaters, das Luca und seine Familie über einen Wechsel nachdenken ließ. Der Kontakt zum neuen Verein lief über Horst Heldt, den nach dem letzten Saisonspiel am Sonnabend scheidenden Sportvorstand der Gelsenkirchener.

„Ich freue mich, jetzt für den S04 spielen zu können, einen Verein, der nicht nur eine hervorragende Jugendarbeit leistet, sondern generell ein außergewöhnlicher Klub ist“, sagte Luca Beckenbauer.

Ihm fiel der Schritt letztlich nicht schwer. „Luca hat sich hier alles angesehen und es hat ihn überzeugt“, berichtet Ruhnert. Wie der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums „Knappenschmiede“ weiter sagt, war ein weiterer Beckenbauer an Lucas Entscheidung nicht unbeteiligt: „Lucas Bruder ist ein glühender Schalke-Fan.“ Der zwei Jahre jüngere Elias dürfte also bereits längst im Schalke-Trikot dem Ball hinterherjagen.