Dritte Liga

Erst Fan-Randale, dann Feier: Dynamo Dresden steigt auf

Das Team von Trainer Uwe Neuhaus, einst Coach beim 1. FC Union, kehrt in die Zweite Liga zurück. Aber es gab Ärger mit den Fans.

Dresdner Fans verfolgen enthusiastisch das Spiel ihrer Mannschaft

Dresdner Fans verfolgen enthusiastisch das Spiel ihrer Mannschaft

Foto: Arno Burgi / ZB

Dresden.  Dynamo Dresden ist zurück in der 2. Liga: 706 Tage nach dem Sturz in die Drittklassigkeit hat der achtmalige DDR-Meister den sich seit Wochen abzeichnenden Aufstieg endgültig perfekt gemacht.

Im brisanten Elb-Klassiker reichte dem Team von Trainer Uwe Neuhaus beim 1. FC Magdeburg ein 2:2 (0:1) und ist damit bereits vier Spieltage vor Saisonende nicht mehr von einem Aufstiegsrang zu verdrängen. Für den Traditionsklub aus Sachsen ist es die Krönung einer perfekten Saison.

Dabei lag der Spitzenreiter zwischenzeitlich 0:2 in Rückstand. Doch Treffer von Pascal Testroet (63.) und Justin Eilers (67.) sorgten für den Ausgleich. Für den FCM hatten zuvor Michael Niemeyer (40.) und Manuel Farrona Pulido (60.) getroffen.

Spiel war für fünf Minuten unterbrochen

Das Spiel wurde vor dem Anpfiff allerdings von Krawallen überschattet. Nach Angaben der Polizeidirektor Sachsen-Anhalt Nord kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Dresdner Problemfans. Beamte seien durch aggressive Anhänger verletzt worden, twitterte die Polizei.

Aufgrund der "massiven Angriffe" auf Beamte wurde der Einsatz von Wasserwerfern vorbereitet. Der gastgebende Verein entschied, 700 Anhänger aus der sächsischen Landeshauptstadt nicht mehr ins Stadion zu lassen. Nach Angaben der Polizei sollen sie mit einem Hausverbot belegt werden.

Die Fans standen noch vor der Arena, als das Spiel schon angepfiffen worden war. Bundesliga-Referee Manuel Gräfe musste das Duell in der 69. Minute für knapp fünf Minuten unterbrechen, da Dresdner Fans Pyrotechnik zündeten und eine Rauchbombe auf das Feld warfen.