Fussball

Fifa-Wahl: Die Königsmacher kommen aus Afrika

Bei der Wahl zum Fifa-Präsidenten läuft es auf einen Zweikampf zwischen Infantino und Scheich Salman heraus. Entscheidend ist Afrika.

Der amtierende Fifa-Präsident Issa Hayatou kommt aus Afrika. Als Vorsitzender des Afrikanischen Fußballverbandes (CAF) ist er am Freitag auch Königsmacher

Der amtierende Fifa-Präsident Issa Hayatou kommt aus Afrika. Als Vorsitzender des Afrikanischen Fußballverbandes (CAF) ist er am Freitag auch Königsmacher

Foto: Ennio Leanza / dpa

Zürich.  Laut den Buchmachern wird Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa heute neuer Fifa-Präsident in Zürich. Sein schärfster Mitbewerber auf dem Außerordentlichen Kongress des Fußball-Weltverbandes, Gianni Infantino aus der Schweiz, hat das Nachsehen.

Entschieden wird die Wahl von den 54 Stimmen aus Afrika. Während Scheich Salman, Präsident seines Kontinents, praktisch alle 44 Stimmen aus Asien sicher hat, punktet der Uefa-Generalsekretär Infantino mit 53 Stimmen aus Europa. Aus Nord- und Mittelamerika/Karibik sind 35, aus Ozeanien elf und aus Südamerika zehn Stimmen zu verteilen.

Infantino kam Scheich Salman in die Quere

Für die Mehrheit in einem späteren Wahlgang sind 104 Stimmen notwendig. Infantino braucht 51 Stimmen über Europa hinaus. Die Mehrheit aus Nordamerika weiß er hinter sich. Die Königsmacher kommen aus Afrika.

Offenbar durchkreuzte Infantino bei seiner Werbetour durch Südafrika Pläne von Scheich Salman, der den Afrikanern großzügige Entwicklungshilfe versprochen hatte. Der Scheich wiederum unterstellte Infantino, seine finanziellen Versprechen an die 209 Mitgliedsländer nicht halten zu können.