Fussball

Der „bulgarische Wolf“ lehrte nicht nur Völler das Fürchten

Im Alter von 50 Jahren starb der bulgarische Nationalspieler Trifon Iwanow. Berühmt wurde er vor allem durch sein Aussehen.

Trifon Iwanow (l) im Zweikampf mit Rudi Völler während des WM-Viertelfinalspiels 1994 in den USA

Trifon Iwanow (l) im Zweikampf mit Rudi Völler während des WM-Viertelfinalspiels 1994 in den USA

Foto: Oliver Berg / picture-alliance / dpa

Sofia.  – Der 76-malige bulgarische Fußball-Nationalspieler Trifon Iwanow ist am Sonnabend im Alter von 50 Jahren gestorben. Iwanow, der bei der WM 1994 mit Bulgarien im Viertelfinale sensationell in New York gegen Titelverteidiger Deutschland mit 2:1 gewann, erlag einem Herzinfarkt. Das bestätigte sein langjähriger Verein ZSKA Sofia.

„Trifon Iwanow wird in der Geschichte des bulgarischen Fußballs als einer der besten Verteidiger im Gedächtnis bleiben“, teilte der Bulgarische Fußball-Verband mit.

„Mit dem Gesicht eines Vorbestraften“

Iwanow, genannt „bulgarischer Wolf“, genoss vor allem wegen seines Aussehens auch über die Grenzen seines Landes hinweg Popularität. "Er war der Kultspieler der 90er mit dem Gesicht eines Vorbestraften", schrieb das Magazin 11Freunde im vergangenen Juli zu seinem 50. Geburtstag.

Iwanow wurde mit ZSKA zweimal bulgarischer Meister. 1996 holte er mit Rapid Wien auch in Österreich den Titel und erreichte zudem das Finale um den Europapokal der Pokalsieger. Im gleichen Jahr wurde er zu Bulgariens Fußballer des Jahres ernannt.