Fussball

Zweitligisten sollen weniger Fernseheinnahmen erhalten

Ein Strategiepapier von 16 Bundesligisten sieht Veränderungen im Profi-Fußball vor. Hintergrund ist der neue TV-Vertrag in England.

Der Privatsender Sky zahlt momentan den Löwenanteil der Übertragungsrechte für die Erste und Zweite Liga

Der Privatsender Sky zahlt momentan den Löwenanteil der Übertragungsrechte für die Erste und Zweite Liga

Foto: Jan Woitas / dpa

Berlin.  Im deutschen Profi-Fußball wird intensiv über die Zukunft nachgedacht. So haben 16 Bundesligisten in einem 16-seitigen Strategiepapier Änderungen im deutschen Fußball gefordert.

Laut „Bild“ haben die Erstliga-Vertreter verschiedene Szenarien entwickelt, wonach die Zweitligisten bei dem neuen TV-Vertrag, der von 2017 bis 2020 gelten wird, nicht mehr automatisch an dem Anstieg der Summen partizipieren sollen.

Derzeit werden die 708 Millionen Euro TV-Geld im Schlüssel 80/20 verteilt. Der prozentuale Anteil für das Unterhaus soll künftig sinken auf einen Wert zwischen 15 und 18 Prozent. Ein Vertreter von Hertha BSC sagte der Morgenpost, er erwarte, dass auch die Zweitliga-Klubs sich Gedanken machen über die Gestaltung der Zukunft.

Erstligisten wollen später in DFB-Pokal einsteigen

Gefordert werden zudem Reformen im DFB-Pokal. So sollen ab 2020 alle Erstligisten, in jedem Fall jedoch die international tätigen Bundesligisten, erst später in den DFB-Pokal einsteigen.

Hintergrund der Initiative: Die Bundesliga steht durch den TV-Vertrag der Premier League unter Druck, der den englischen Klubs von 2016 bis 2019 pro Saison 3,5 Milliarden Euro bringt. Die deutschen Top-Klubs fürchten in der Fünf-Jahres-Wertung den ­derzeitigen zweiten Platz (hinter ­Spanien) und damit Startplätze in der Champions- und Europa League zu verlieren.