Fußball

Union-Ultras prügeln und treten Polizisten in die Flucht

Beim Spiel gegen Fortuna befreiten Ultras einen festgenommenen Fan - und prügelten die Polizei. Die überprüfte 272 Menschen.

Union-Anhänger im Fanblock weisen via Banner selbst als "Ultras" aus (Archivbild)

Union-Anhänger im Fanblock weisen via Banner selbst als "Ultras" aus (Archivbild)

Foto: picture alliance / dpa / picture alliance / dpa/dpa-Zentralbild

Hannover. Nach dem Zweitliga-Spiel des 1. FC Union bei Fortuna Düsseldorf (3:0) ist es laut Polizei im Bahnhof Duisburg zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Berliner Fans und Beamten gekommen.

Union-Anhänger hätten einen von der Polizei festgenommen Fan befreit, wie die Bundespolizei mitteilte. Nach diesen Informationen solidarisierte sich eine Vielzahl der Berliner Ultras mit dem Festgenommenen. Sie hätten Bundespolizisten mit Schlägen und Tritten angegriffen. Ein Beamter verlor durch Tritte gegen den Kopf kurzfristig das Bewusstsein und wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wie es weiter hieß. Aufgrund der starken Überzahl der Angreifer hätten die Beamten flüchten müssen.

Auch der gefesselte Beschuldigte habe zunächst fliehen können, sei aber später im Stadtgebiet gestellt worden. Die Berliner Problemfans fuhren anschließend mit dem ICE weiter Richtung Hannover. Dort sei die Bundespolizei-Inspektion Hannover eingeschritten und habe - durch weitere Einsatzkräfte verstärkt - die Personalien aller 272 Fußball-Reisenden festgestellt.

Wie die Polizei weiter mitteilte, wurde der ICE in Hannover geteilt. Der vordere Zugteil mit den anderen Reisenden fuhr nach kurzem Aufenthalt weiter Richtung Berlin. Der zweite Zugteil blieb in Hannover stehen. Die Maßnahme habe bis kurz nach Mitternacht gedauert und sei ohne weitere Störungen verlaufen. Insgesamt waren bei der Aktion rund 180 Beamte im Einsatz.