Camp Nou

FC Barcelona - Ticket für ein Baby kostet 54 Euro

Eine Mutter wollte mit ihrem zehn Monate alten Kind ein Barcelona-Spiel im Camp Nou sehen. Am Einlass erlebte sie eine Überraschung.

Der FC Barcelona zeigt sich nicht besonders kinderfreundlich: Der Champions-League-Sieger verweigerte einer Mutter beim Supercup-Rückspiel gegen Athletic Bilbao (1:1) zunächst den Eintritt, weil sie für ihr zehn Monate altes Baby kein Ticket hatte. Erst als sie eine Karte für 54 Euro kaufte, durften beide ins Camp Nou.

Der Fall wurde öffentlich, als die Frau ihn in einem Leserbrief an die Tageszeitung El Periodico de Catalunya schilderte. Darin beschreibt sie, dass sie ihr Baby am Körper getragen habe - und dass ihr beim Einlass gesagt worden sei, eine Eintrittskarte für das Kind sei auch dann erforderlich, wenn es keinen Sitzplatz in Anspruch nehme.

Empört fragt sie: "So behandelt der Verein seine Fans?" Weiter heißt es: "Ich kann nicht glauben, dass mein Baby 54 Euro zahlen muss, um ein Spiel im Camp Nou zu sehen." Der Leserbrief endet mit den Worten: "Wir fühlten uns immer der Familie des FC Barcelona zugehörig, der Verein gehörte zu uns. Meine Enttäuschung ist unbeschreibbar."

Harsche Kritik an Barca ließ nicht lange auf sich warten, besonders in den sozialen Netzwerken verbreitete sich die Kritik der Mutter rasant.

Am Mittwochabend reagierte der Verein schließlich. In einer Mitteilung bedauert Barelona den Fall, verweist aber auf besondere Zugangsbeschränkungen im Supercup, bei der übliche Regeln für Minderjährige nicht gelten würden. Weiter heißt es: "Uns geht es nicht darum, Profite zu machen." Sicherheitsfragen und gesetzliche Vorgaben müssten eingehalten werden. In den regulären Liga-, Pokal- und Champions-League-Spielen würden wieder vergünstigte Preise für Familien mit Kindern gelten.