Champions League

Hoeneß vor Bayerns Spiel gegen Juve nervös

Das Hinspiel hat Bayern München 2:0 gewonnen. Trotzdem ist Präsident Uli Hoeneß ist vor dem Champions-League-Viertelfinale bei Juventus Turin unruhig. Kein Wunder: In Turin ist Juve kaum zu schlagen.

Die Deutsche Meisterschaft ist abgehakt, nun zählt beim FC Bayern München nur noch die Champions League: Mit höchster Konzentration, Respekt und „einem Schuss Demut“ geht der deutsche Fußball-Rekordmeister die von Präsident Uli Hoeneß ausgegebene „Mission Triple“ an. Die Bayern würden nun versuchen, „alles zu gewinnen“, sagte Hoeneß – und das Rückspiel im Viertelfinale der Champions League bei Juventus Turin am Mittwoch (ab 20.45 Uhr im Live-Ticker der Berliner Morgenpost) soll der erste Schritt dahin sein.

„Es wird schwer, Turin wird noch einmal alles in die Waagschale werfen. Wir fahren da hin, um das Halbfinale zu erreichen, aber auch mit Respekt und einem Schuss Demut“, sagte Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge am Dienstag vor dem Flug nach Turin.

Beim Einsteigen in den Airbus sah man in konzentrierte Gesichter. Kaum mal ein Lächeln, stattdessen die „Fokussierung“, die Sportvorstand Matthias Sammer angemahnt hatte.

Juve-Coach Conti fordert „ein Höllenspektakel“

Der Andrang der Fans am Turiner Flughafen brachte die Münchener Bayern ebenso wenig aus der Ruhe wie die Kriegsrhetorik des beim 0:2 im Hinspiel enttäuschenden Gegners. „Diese Wortwahl lässt darauf schließen, dass sie sich noch nicht aufgegeben haben“, sagte Rummenigge kühl über Aussagen von Trainer Antonio Conte und Stürmer Mirko Vucinic.

Er wolle von Fans und Mannschaft „ein Höllenspektakel“ sehen, hatte Juve-Coach Conte gesagt, und der Turiner Offensivspieler Vucinic drohte gar: „Es wird ein Krieg gegen die Deutschen.“ Rummenigge entgegnete, ihm gefalle „das Wort Krieg im Fußball überhaupt nicht“.

Juventus-Stadion mit 41.000 Zuschauer zuschauern

Respekt haben die Bayern vor der Kulisse im mit 41.000 Zuschauern ausverkauften Juventus-Stadion. „Eine aggressive Stimmung“ werde da herrschen, so Bayern-Chef Rummenigge. Und Respekt haben sie auch vor der „alten Dame“ Juve, die FCB-Trainer Jupp Heynckes als „absolute Top-Mannschaft“ lobte.

Der Münchner Kapitän Philipp Lahm warnte, der FC Bayern müsse „aufpassen“, Juve sei „gefährlich“. Und: „Wir müssen auf Sieg spielen.“

Juve ist besonders heimstark

Juventus ist vor eigenem Publikum stark: In 16 Liga-Heimspielen nahm die Mannschaft in dieser Saison lediglich neun Gegentore hin. In den vier Heimspielen der Champions League sogar nur eins, beim 1:1 in der Vorrunde gegen Donezk. Der FC Chelsea und später Celtic Glasgow verloren in Turin torlos.

Die Bayern haben die Partien teilweise im Fernsehen oder auf DVD gesehen und sind beeindruckt. FCB-Präsident Hoeneß gibt vor dem Rückspiel zu: „Ich bin nervös.“