Champions League

Trapattoni und Lippi sehen Bayern gegen Juve als Favorit

Vor dem Viertelfinal-Rückspiel bei Juventus Turin loben die Star-Trainer den FC Bayern: Für Giovanni Trapattoni ist München „zu 51 Prozent Favorit.“ Marcello Lippi vergleicht die Bayern mit Barcelona.

Foto: Fredrik von Erichsen / DPA

Das italienische Trainer-Idol Giovanni Trapattoni ist vor dem Champions-League-Viertelfinale seiner Ex-Vereine Juventus Turin und Bayern München (ab 20:45 im Live-Ticker der Berliner Morgenpost) hin und hergerissen: Nachdem 2:0-Sieg der Bayern im Hinspiel in München taxiert er deren Chancen aufs Weiterkommen auf 51 Prozent.

Der ehemalige Juventus-Trainer sagte aber auch: „Wenn Juve zur Halbzeit mit 1:0 führt, haben auch die Bayern Angst in einem Stadion, das gegen sie ist.“ Er sei optimistisch, „weil die Geschichte zeigt, dass wir Italiener gegen die Deutschen oft große Spiele machen.“

Bayern München sei ein Klub, der sehr intelligent arbeite und eine Mannschaft mit viel Talent und Persönlichkeit habe, lobte der 74 Jahre alte frühere Trainer der italienischen Nationalmannschaft, der die Münchener zwischen 1994 und 1998 gleich zweimal trainierte.

„Bayern hat den besten Holländer, den besten Franzosen und die besten Deutschen, aber im Fußball zählt nicht nur die Summe der Werte.“

Ex-Juve-Coach Lippi vergleicht Bayern mit Barcelona und Madrid

Voll des Lobes ist Trapattonis Landsmann Marcello Lippi. Er hält große Stücke auf die Bayern. „Seit längerer Zeit behaupte ich, dass die Mannschaft von Jupp Heynckes eine europäische Macht ist, auf dem selben Niveau wie der FC Barcelona und Real Madrid. Der FC Bayern ist eine junge und qualitätsvolle Gruppe, die noch Jahre lang den europäischen Fußball dominieren wird“, sagte Italiens Weltmeister-Trainer im Interview mit Tuttosport.

Die Leistung der Münchner beim 2:0-Hinspielerfolg habe ihn beeindruckt, betonte Lippi, der Juve zwischen 1994 und 1999 sowie zwischen 2001 und 2004 betreut hatte.

„Bayern hat nach Jahren genauer Planung die Spitze erreicht. Juves Projekt ist noch jünger, doch auch die Turiner werden die Spitze erreichen“, sinnierte Lippi: „Abgesehen von der Stärke Bayerns haben wir in München nicht die wahre 'alte Dame' gesehen. Das haben die Spieler selber gemerkt, die deutlich unter ihren Möglichkeiten geblieben sind.“