Bundesliga

Hannover 96 legt Einspruch gegen Huszti-Platzverweis ein

Szabolcs Huszti sah für seinen Torjubel gleich doppelt Gelb - und flog vom Platz. Jetzt hat Hannover 96 Einspruch beim DFB eingelegt.

Foto: Joerg Sarbach / DAPD

Hannover 96 hat beim DFB Einspruch gegen die Gelb-Rote Karte für Szabolcs Huszti im Spiel gegen Werder Bremen (3:2) eingelegt. Das gab der Verein am Montag bekannt.

„Wir haben uns nach eingehender juristischer Beratung entschlossen, Einspruch einzulegen. Zwei vermeintliche Vergehen gewissermaßen in einem Zug zu ahnden, empfinden wir als unzulässig, da Huszti durch die erste Gelbe Karte nicht gewarnt bzw. ermahnt wurde“, teilte Jörg Schmadtke, Geschäftsführer Sport beim Bundesligisten, mit. Der Einspruch habe das Ziele, dass die Gelb-Rote Karte aufgehoben und nur die Gelbe Karte in der Statistik angerechnet wird.

„Bei Fans und Medien hat der Fall Huszti für derart viel Aufsehen und Diskussionen gesorgt, dass uns natürlich auch daran gelegen ist, für die Zukunft eine grundsätzliche Klärung herbeizuführen“, teilte Schmadtke weiter mit.

„Eine beschissene Regel“

Der Ungar hatte sich bei seinem ausgelassenen Jubel über den Siegtreffer in der Nachspielzeit eine doppelte Bestrafung einhandelte. Erst zog er sich das Trikot aus und bekam dafür Gelb. Dann erklomm er den Zaun, um mit den Fans zu feiern – und wieder sah er Gelb. In der Summe ergab das Gelb-Rot und jede Menge Aufregung.

96-Kapitän Steven Cherundolo sprach von einer „beschissenen Regel“, Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler empfand die Entscheidung einfach als „lächerlich“ und Trainer Mirko Slomka regte an „diese Regel vielleicht mal zu überdenken“.

Doch auch der Coach musste eingestehen, das Schiedsrichter Deniz Aytekin die Hände gebunden waren. In den Statuten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist der entsprechende Passus unter Regel 12 zu finden.