Rotlicht-Skandal

Ribery und Benzema müssen überraschend vor Gericht

Foto: AFP

Nun soll doch ein Gerichtsprozess gegen Ribery und Benzema wegen „Kontaktanbahnung zu einer minderjährigen Prostituierten“ eröffnet werden.

Bayern-Profi Franck Ribery (29) wird sich wegen seiner Rotlicht-Affäre mit einer minderjährigen Prostituierten vor Gericht verantworten müssen. Der zuständige französische Untersuchungsrichter verwies den Fall ans Strafgericht in Paris. Betroffen ist auch Riberys Profikollege Karim Benzema (24), der für Real Madrid spielt. Die Staatsanwaltschaft hatte eigentlich die Einstellung des Verfahrens gegen die Fußball-Profis beantragt. Sie geht davon aus, dass die Sportler das Alter der Prostituierten nicht kannten. Ribery bestreitet zudem, „Sex gegen Bezahlung“ gehabt zu haben.

Entsprechend reagierte Ribery-Anwältin Sophie Bottai gegenüber dem Radiosender „RMC“. „Das ist eine ebenso überraschende wie ungerechte Entscheidung: Zum einen aufgrund der Ermittlungsakten und vor allem wegen der Aussagen von Zahia, die immer gesagt hat, dass mein Mandant ihr Alter nicht gekannt habe.“ Für Beziehungen mit minderjährigen Prostituierten sieht das Gesetz in Frankreich eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren sowie eine Geldbuße von bis zu 45.000 Euro vor. Die Justiz muss allerdings nachweisen, dass die Betroffenen das Alter des Mädchens kannten. Die Affäre um Ribery und Benzema war im Frühjahr 2010 bekanntgeworden. Das in Frankreich wegen einiger TV-Auftritte schon vor dem Skandal bekannte Escort-Girl Zahia hatte gesagt, sie habe als Minderjährige 2008 mit Benzema und 2009 mit Ribery Sex gegen Bezahlung gehabt. dpa

( dpa/dapd/nbo )