Champions League

Jose Mourinho wünscht sich Finale gegen Chelsea

Nach dem letztlich ungefährdeten Sieg gegen ZSKA Mokau hofft Jose Mourinho auf ein Duell mit seiner großen Liebe FC Chelsea – am liebsten erst im Endspiel.

Ein aufmunternder Klaps auf den Allerwertesten von Cristiano Ronaldo, ein kurzer Dank an die Fans - und schon hatte Real-Trainer Jose Mourinho die Pflichterfüllung gegen ZSKA Moskau (4:1) im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League abgehakt. Nun hofft der exzentrische Portugiese auf ein Traumfinale gegen seinen Ex-Klub . "Ich bin froh, dass Chelsea weitergekommen ist. Ich würde nur zu gerne im Finale gegen sie spielen", sagte Mourinho vor der Auslosung des Viertelfinals am Freitag.

Doch auch ein früheres Rendezvous mit der Vergangenheit hätte für "The Special One" seinen Reiz. "Die Leute können nicht verstehen, wie sehr ich Chelsea liebe", sagte Mourinho, der mit den Londonern zwischen 2003 und 2007 sechs Titel geholt hatte, "wenn wir sie im Viertel- oder Halbfinale bekommen, werden sie ein großartiger Gegner sein."

Bayern München und den FC Barcelona möchte man Real Madrid jedoch möglichst lange aus dem Weg gehen. "Die Bayern können jeden Gegner schlagen", sagte Mourinho. "Ich betrachte sie als einen ernsthaften Titelanwärter." Reals Vorstandsmitglied Emilio Butragueño will vor allem Titelverteidiger Barça aus dem Weg gehen. "Gegen den FC Barcelona möchte man nicht spielen", sagte der frühere Torjäger. "Je später desto besser, am liebsten überhaupt nicht." Real war im Vorjahr im Halbfinale an Barça gescheitert.

Mit Moskau hatten die Madrilenen am Mittwoch mehr Mühe, als das Ergebnis vermuten lässt. Das Team mit den deutschen Nationalspielern Mesut Özil und Sami Khedira profitierte von Abwehrfehlern der Russen. "Real darf man keine Geschenke machen", betonte der russische Trainer Leonid Sluzki. "Aber das haben wir getan."

Eine deutsche Co-Produktion von Özil und Khedira bereitete den Führungstreffer der Madrilenen durch Gonzalo Higuaín (26. Minute) vor. Cristiano Ronaldo (55./90.+4) und Karim Benzema (70.) machten alles klar. Mehr als das 1:3 durch Zoran Tosic (77.) gelang den mutigen Russen nicht.


Xabi Alonso fehlt wegen Gelbsperre

Im Hinspiel des Viertelfinales wird Real auf Xabi Alonso wegen einer Gelb-Sperre verzichten müssen. Dies weckt bei den Madrilenen schlechte Erinnerungen: Vor zwei Jahren war Real ohne seinen Mittelfeldspieler an Olympique Lyon gescheitert.

Jeder Gegner muss sich auf einen Cristiano Ronaldo in Überform einstellen. Der ebenso selbstverliebte wie schussstarke Real-Stürmer erzielte gegen Moskau sein 128. Tor im 128. Spiel für Madrid. "Ronaldo ist unglaublich", sagte Mourinho, "er hat ein neues Level erreicht." Aber Mourinho wäre nicht Mourinho, wenn er nicht noch etwas zu meckern gehabt hätte. Also kritisierte er Teile der Fans, die nach dem Gegentreffer gepfiffen hatten. "Wir sind keine Maschinen", sagte er, um gleichzeitig eine Kampfansage in Richtung Barcelona, München und London zu schicken: "Wir sind eine Mannschaft, die gerade erst loslegt."