Streit um Steuerzahlungen

Diego Maradona will den Staat Italien verklagen

Wegen "mittelalterlicher Steuereintreibung und Wucherzinsen" kündigt Diego Maradona eine Klage gegen Italien vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an.

Diego Maradona, der sich in Italien wegen des Vorwurfes der Steuerhinterziehung verantworten muss, will keine der gegen ihn im Prozess erhobenen finanziellen Forderungen erfüllen. Das erklärte sein italienischer Anwalt Angelo Pisani dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

Maradona kündigte an, Italien wegen „mittelalterlicher Steuereintreibung und Wucherzinsen“ vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg zu verklagen, sollten die Vorwürfe aufrecht erhalten werden.



Die Behörden in Italien werfen dem früheren Starfußballer aus Argentinien vor, in der 80er-Jahren Steuern in Höhe von etwa acht Millionen Euro hinterzogen zu haben.

Nach Angaben Pisanis betragen Zinsen und Strafen täglich 4000 Euro. Die Forderungen des Fiskus gegen Maradona (51), der momentan Trainer beim Klub Al-Wasl in Dubai ist, belaufen sich auf insgesamt 39 Millionen Euro.

( dapd/jr )