Talentförderung

Vogts lästert über Mayer-Vorfelders Alkoholvorliebe

Berti Vogts behauptet, dass dem früheren DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder kaltes Bier und trockener Wein wichtiger waren als die Nachwuchsförderung.

Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts hat den früheren DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder hart attackiert.

Im Hinblick auf den Kurswechsel im deutschen Jugendfußball unterstellt Vogts, Mayer-Vorfelder habe seine Vorarbeit Mitte der 1980er-Jahre missachtet.

"Ich habe schon nach der EM 1984 zusammen mit Bernd Pfaff die Jugendinternate in Frankreich und England besucht und dem DFB danach meine Ausarbeitungen zum Thema Nachwuchsförderung in Deutschland übergeben. Aber für MV, das ist ja bekannt, war wichtiger, dass das Bier kalt und der Rotwein trocken war", sagte Vogts dem "Kicker".

1984 war die von Jupp Derwall trainierte Nationalmannschaft bei der EM in Frankreich in der Vorrunde ausgeschieden. Vogts war damals Trainer der DFB-Junioren.

"Heute behauptete, er habe von mir nie etwas zum Thema Nachwuchsförderung bekommen, und ich sitze beim WM-Finale 2006 im Berliner Olympiastadion irgendwo an der Eckfahne – das sind Dinge, die wehtun", so Vogts weiter, der am Freitag 65 Jahre alt wird.

Vogts war von Sommer 1990 bis September 1998 Bundestrainer und gewann mit der Nationalmannschaft bei der EM 1996 in England den letzten Titel. Nach den Stationen Bayer Leverkusen (2000-2001), Kuwait (2001-2002), Schottland (2002-2004) und Nigeria (2007-2008) ist er seit April 2008 Nationaltrainer Aserbaidschans.

In eigener Sache: Neu auf der iPad-App der "Welt" – eine umfangreiche Sportdatenbank