Brasilien

Adriano fühlt sich in der Schussaffäre als Opfer

Corinthians-Stürmer erzählt eine ganz andere Version von der Schussaffäre an Heiligabend als die junge Frau. Diese habe sich aus Versehen selbst angeschossen.

Foto: picture alliance / Agencia Estad / picture alliance / Agencia Estad/Agencia Estado

Brasiliens Fußball-Star Adriano hat nun seine Version von dem Vorfall an Heiligabend erzählt und sich als das wahre Opfer hingestellt. „Was sie macht, ist nicht gerecht, zeugt von keinem guten Charakter“, erklärte der 29-Jährige vor der offiziellen Vernehmung bei der Polizei. Gleichzeitig wies er alle Schuld von sich.

„Die Waffe lag hinter den Vordersitzen. Sie hat sie genommen und ungewollt abgedrückt“, sagte der Stürmer von Meister Corinthians Sao Paulo und ergänzte: „Es wird sich herausstellen, dass ich nicht lüge.“ Der die Untersuchung leitende Polizeichef kündigte anschließend an, dass der 20 Jahre alten Studentin eine Haftstrafe von zwei bis acht Jahren drohe, falls sich ihre Version als erfunden erweist.

Adriano hatte am frühen Samstagmorgen vier Frauen nach einem Discobesuch in seinem Sportcoupe mitgenommen. Die Fahrt endete im Chaos, nachdem sich Adriene Pinto mit einem Geschoss aus der Pistole des Leibwächters einen komplizierten Bruch des linken Zeigefingers zugezogen hatte und anschließend Adriano beschuldigte, geschossen zu haben. Der Fußballstar hat mittlerweile die ursprünglich bewilligte Übernahme der Krankenhauskosten wieder gestrichen.