2. Fussball-Bundesliga

Rostock verspielt Sieg im Geisterspiel gegen Dresden

Ohne Zuschauer musste Hansa Rostock das Ostderby gegen Dynamo Dresden bestreiten. In der Nachspielzeit verspielte das Team von Wolfgang Wolf drei Punkte.

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Auch im „Geisterspiel“ hat das bisherige Schlusslicht Hansa Rostock im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga kein deutliches Lebenszeichen geben können. Durch das 2:2 (1:1) im Ost-Derby gegen Dynamo Dresden gaben die Hanseaten zwar trotz des Ausschlusses der Öffentlichkeit nach Fanausschreitungen am letzten Spieltag vor der Winterpause die „Rote Laterne“ an den Karlsruher SC ab, dürften nach nun acht Spielen ohne Sieg auf dem vorletzten Tabellenplatz allerdings kaum ruhige Weihnachten genießen können.

Immerhin ein kleiner Fortschritt im Rennen um den Klassenerhalt gelang Alemannia Aachen. Nach dem 1:1 (1:0) bei Aufsteiger Eintracht Braunschweig haben die Grenzländer wenigstens einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsrang. Im gesicherten Mittelfeld verpasste Energie Cottbus unterdessen in der Neuauflage des Pokal-Halbfinales gegen den MSV Duisburg durch ein 1:1 (1:0) den Sprung in die obere Tabellenhälfte.

Dresdens Ausgleich durch Mickael Pote (90.+2) verhinderte das Ende von Rostocks Negativserie. Stürmer Marcel Schied hatte Hansa mit einem Blitztor bereits nach 30 Sekunden in Führung gebracht, ehe Zlatko Dedic der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich (43., Foulelfmeter) gelang. Marek Mintal sorgte mit seinem Treffer in der 57. Minute für die neuerliche Führung der Gastgeber.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte die Mecklenburger wegen der Ausschreitungen im Ligaspiel gegen den FC St. Pauli (1:3) verurteilt, die Partie gegen Dynamo unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen. Es war erst das zweite „Geisterspiel“ in der Geschichte der 1. und 2. Bundesliga. Bei der Premiere zwischen Alemannia Aachen und dem 1. FC Nürnberg im Jahr 2004 (3:2) waren Hansa-Trainer Wolf und Stürmer Mintal auch dabei gewesen.

In Braunschweig durfte Aachen nach der Führung durch Bas Sibum (26.) lange vom zweiten Auswärtssieg der Saison träumen. Doch vier Minuten vor dem Ende sicherte Dominick Kumbela den Gastgebern vor 19.950 Zuschauern wenigstens noch einen Punkt.

Cottbus konnte gegen Duisburg auch im zweiten Spiel unter Interimscoach Markus Feldhoff seinen Abwärtstrend nicht drehen und muss weiter auf seinen dritten Heimsieg warten. Duisburg eroberte mit dem Ausgleichstreffer von Branimir Bajic (76.) trotz Unterzahl durch die Gelb-Rote Karte für Dzemal Berberovic (59.) schon den elften Punkt im fünften Spiel unter dem neuen Trainer Oliver Reck. Die Energie-Führung hatte Marc-Andre Kruska (34.) erzielt.

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