2. Fussball-Bundesliga

Rudi Bommer wird Trainer bei Energie Cottbus

Ex-Nationalspieler Bommer tritt bei Energie Cottbus die Nachfolge von Claus-Dieter Wollitz an, der am Donnerstag seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte.

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Rudi Bommer wird neuer Trainer des FC Energie Cottbus. Der Präsident des Fußball-Zweitligisten, Ulrich Lepsch, bestätigte die Verpflichtung des 54-Jährigen am Freitag. Bommer tritt die Nachfolge von Claus-Dieter Wollitz an, der am Donnerstag seinen Rücktritt bekanntgegeben hatte. Beim anstehenden Spiel in Dresden wird am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) aber der bisherige Co-Trainer Markus Feldhoff auf der Bank der Lausitzer sitzen. Bommer soll am 1. Januar seinen Job antreten und einen Vertrag bis 30. Juni 2013 erhalten.

Ex-Nationalspieler Bommer ist noch Coach beim Drittligisten Wacker Burghausen, betreute in der 2. Liga unter anderem aber auch schon den TSV 1860 München und den MSV Duisburg, mit dem er 2007 den Aufstieg in die Bundesliga schaffte - jedoch postwendend wieder abstieg.

Wollitz hatte sich aus privaten Gründen und wegen Erfolglosigkeit zum Rückzug entschlossen. Energie galt vor Saisonbeginn als Kandidat auf den Aufstieg, rangiert nach der Hinrunde aber im Mittelfeld der Zweitliga-Tabelle.

Nur einen Tag nach dem Rücktritt bei Energie Cottbus war Wollitz bereits heftig von seinem ehemaligen Verein VfL Osnabrück umworben. Beim Drittligisten ist er Wunschkandidat für die Nachfolge des ebenfalls am Donnerstag freigestellten Uwe Fuchs.

„Wir bemühen uns sehr um eine Rückkehr von Wollitz“, sagte VfL-Präsident Dirk Rasch am Freitag. Zudem räumte er ein, mit dem 46 Jahre alten Coach bereits „ein Annäherungsgespräch“ geführt zu haben. „Das war ein sehr, sehr gutes Gespräch. Ich gehe davon aus, dass am Montag alles über die Bühne geht“, ergänzte Rasch.

Sportdirektor Lothar Gans sagte: „Wenn 'Pele' Wollitz frei ist, ist es logisch, dass wir uns um ihn bemühen.“

Wollitz hatte von 1989 bis 1993 bei den Niedersachsen gespielt und den Club zwischen 2004 und 2009 trainiert. Zudem lebt seine Familie nach wie vor in Osnabrück.

Wollitz hatte unter anderem „familiäre Gründe“ für den Entschluss angegeben. Dass er bereits am Sonnabend bei Arminia Bielefeld auf der Osnabrücker Bank sitzt, schloss Rasch aus: „In Bielefeld betreuen die bisherigen Co-Trainer Alexander Ukrow und Rolf Meyer das Team.“

Unmittelbar nach Wollitz' Rücktritt in Cottbus hatte sich der VfL von Fuchs getrennt und dies mit dem „Negativtrend der letzten Wochen“ begründet. Der Zweitliga-Absteiger steckt im Mittelfeld der 3. Liga fest und war zuletzt acht Spiele in Serie ohne Sieg.