2. Fussball-Bundesliga

Frankfurt wieder an der Spitze – Fürth bleibt dran

Eintracht Frankfurt und Greuther Fürth haben sich am 17. Spieltag vor heimischem Publikum keine Blöße gegeben und bleiben damit weiter im Aufstiegskampf.

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Eintracht Frankfurt hat sich von der ersten Ligapleite der Saison gut erholt und zumindest bis Montag die Tabellenführung in der 2. Bundesliga übernommen. Gegen den harmlosen Karlsruher SC gewannen die Hessen mit 2:0 (1:0) und machten die 1:2-Niederlage bei 1860 München in der Vorwoche vergessen.

Theofanis Gekas sorgte mit einem Doppelpack (1./66.) für den verdienten Sieg des Bundesliga-Absteigers. Die Gäste blieben dagegen auch im dritten Spiel unter Trainer Jörn Andersen ohne Punktgewinn und auf dem 16. Tabellenplatz.

„In der ersten Halbzeit haben wir keinen richtigen Zugriff aufs Spiel bekommen und waren nicht aggressiv genug. Im zweiten Abschnitt war das besser, allerdings hätten wir das Spiel früher entscheiden können“, sagte Eintracht-Trainer Armin Veh. „Wir sind leider wieder zu schnell in Rückstand geraten. Danach war es schwierig das umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben“, äußerte Andersen.

Vor 37.100 Zuschauern erwischten die Gastgeber einen Blitzstart. Der Grieche Gekas traf schon nach rund 40 Sekunden, nachdem KSC-Torhüter Luis Robles einen harmlosen Schuss von Alexander Meier nach vorne hatte abprallen lassen. Mit der Führung im Rücken bestimmten die Frankfurter das Geschehen, ließen jedoch in der Offensive die letzte Durchschlagskraft vermissen. Die beste Möglichkeit vergab Pirmin Schwegler mit einem Freistoß an den Pfosten (32.).

Die Karlsruher blieben lange völlig ungefährlich. In der 35. Minute scheiterte Gaetan Krebs aus spitzem Winkel an Frankfurts Keeper Thomas Kessler, der für den verletzten Oka Nikolov zwischen den Pfosten stand.

Im zweiten Durchgang blieb Frankfurt spielbestimmend. Innenverteidiger Gordon Schildenfeld traf nach einem Freistoß in der 52. Minute per Kopf nur den Pfosten. Im Gegenzug ermöglichte der Kroate dem KSC mit einem Fehler allerdings eine Großchance. Krebs scheiterte erneut freistehend an Kessler. Nach einer scharfen Hereingabe des starken Meier von der rechten Seite sorgte Gekas mit seinem siebten Saisontreffer nach 66 Minuten für die Entscheidung.

SpVgg Greuther Fürth geht vom Relegationsplatz in die zweite Saisonhälfte. Die Franken rückten zum Hinrunden-Abschluss durch einen 3:0 (1:0)-Erfolg gegen Abstiegskandidat Hansa Rostock auf den dritten Rang vor. Oliver Occean (11.), Stephan Schröck (58.) und Sercan Sararer (75.) machten Fürths siebten Heimsieg nach zuvor insgesamt nur einem Sieg aus den vorherigen vier Spielen perfekt.

Rostock dagegen muss den Abstiegskampf in der Rückrunde mit der Hypothek von nur zwei Punkten aus den letzten sechs Spielen der ersten Saisonhälfte beginnen.

„Wir haben das Spiel zu jeder Zeit kontrolliert und Hansa nicht den Hauch einer Chance gegeben, hier etwas mitzunehmen“, frohlockte Fürths Trainer Mike Büskens. „Das war gut“, bilanzierte er. Sein Gegenüber Peter Vollmann erkannte die „verdiente Niederlage“ an und stellte fest: „Wir konnten uns vorne einfach nicht durchsetzen.“

Fürth war vor 7480 Zuschauern die spielbestimmende Mannschaft. Die Mannschaft von Trainer Mike Büskens agierte deutlich konzentrierter, aggressiver und zielstrebiger als bei der vorangegangenen 1:2-Niederlage im Spitzenspiel bei Fortuna Düsseldorf.

Occeans zehnter Saisontreffer verstärkte Rostocks Unsicherheit nach den Misserfolgen der zurückliegenden Wochen noch mehr, sodass die Hanseaten im gesamten Spielverlauf lediglich in der zweiten Halbzeit zu einem Entlastungsangriff kamen. Fürth hingegen versäumte durch eine nur mäßige Chancenverwertung, die Dominanz zu einem noch höheren Erfolg zu nutzen.