Europa League

Klose und Lazio hilft nur noch ein Wunder

Nach dem Remis in Vaslui kann Lazio Rom in der Europa League aus eigener Kraft nichts mehr reißen. Der Klub von Miroslav Klose braucht Schützenhilfe.

Die Leistung „unerklärlich“, die Mannschaft „nicht wiederzuerkennen“, die Zukunft von Lazio Rom schlicht „trostlos“. So jedenfalls fasste die italienische Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“ die torlose Europa-League-Partie der Römer beim rumänischen Klub FC Vaslui zusammen – und auch Deutschlands Stürmer Nummer eins, Miroslav Klose, bekam seine Erwähnung: „Er hat eine schlechte Phase, und es wurde nicht besser. Der Deutsche hat die beste Chance des Spiels vergeben.“

Tatsächlich hätte der 33 Jahre alte Nationalspieler auf Vorlage von Alvaro Gonzalez in der zwölften Minute die Weichen auf Sieg und damit auf die K.o.-Runde stellen können. Nach dem wenig hoffnungsvollen Ergebnis vor nicht einmal 10.000 Zuschauern im fernen Westmoldau aber muss Lazio ums Weiterkommen zittern und hat es am letzten Gruppenspieltag sogar nicht mehr in der eigenen Hand. Bei den meisten anderen deutschen Legionären, die in der Europa League aktiv sind, sieht es dagegen deutlich besser aus.

Selbst ein Sieg der Römer gegen Lissabon reicht nicht

Klose und Lazio stehen nach fünf Spieltagen bei sechs Punkten - ebenso wie Vaslui, das allerdings den direkten Vergleich gegen die Italiener dank des 2:2 im Hinspiel in Rom für sich entschieden hat. So müssen die Römer am 14. Dezember nicht nur gegen den bereits feststehenden Sieger der Gruppe D, Sporting Lissabon, gewinnen. Gleichzeitig benötigen Klose und Co. fürs Weiterkommen noch die Unterstützung des abgeschlagenen Schweizer Klubs FC Zürich, der gegen Vaslui mindestens einen Punkt holen muss, um den Italienern helfen zu können.

Dieser eine Punkt würde Besiktas Istanbul in Gruppe E bereits reichen. Nach dem Last-Minute-Sieg beim israelischen Verein Maccabi Tel Aviv ist die Mannschaft der ehemaligen Stuttgarters Roberto Hilbert und des Ex-Schalkers Fabian Ernst mit neun Zählern fast sicher durch und kann nur noch theoretisch vom Drittplatzierten Dynamo Kiew (sechs Zähler) überholt werden. Die Ukrainer spielten ihrerseits 1:1 bei Stoke City. Die englische Mannschaft um den ehemaligen Nationalspieler Robert Huth ist damit bereits vorzeitig für die Runde der letzten 32 Teams qualifiziert.

Für Odense BK ist schon alles gelaufen

So sicher wie das Weiterkommen des Premier-League-Clubs ist vor dem letzten Spieltag, der am 14. und 15. Dezember stattfindet, auch das Ausscheiden von Odense BK. Die Dänen verloren ohne den ehemaligen Kölner und Münchner Bundesliga-Torwart Stefan Wessels, der nur auf der Bank saß, im eigenen Stadion mit 1:2 gegen die Polen von Wisla Krakau. Damit verspielten sie ihre letzte Chance auf den zweiten Platz in der Gruppe K.