Umstände geklärt

Obduktion bestätigt Selbstmord von Gary Speed

Beim Tod des walisischen Nationaltrainers Speed, der erhängt gefunden wurde, deutet nichts auf einen Mord hin. Am Wochenende wird seiner in England gedacht.

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Die Todesumstände des walisischen Nationaltrainers Gary Speed sind geklärt. Nichts deute auf kriminelle Hintergründe hin, sagte der ermittelnde Polizeiinspektor Peter Lawless am Dienstag bei einer Anhörung. Eine Obduktion habe bestätigt, dass sich der Fußballer erhängt habe.

Der 42-Jährige war am Sonntagmorgen tot in seinem Haus im englischen Cheshire gefunden worden. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Warum der Familienvater sterben wollte, blieb aber weiter rätselhaft. Eine abschließende Anhörung in dem Fall soll im kommenden Jahr am 30. Januar stattfinden.

Mitglieder der walisischen Regierung hatten Speed zuvor in einer Schweigeminute gedacht. Auf zahlreichen Regierungsgebäuden sowie den Hauptsitzen der Europäischen Fußball-Union (Uefa) und des Fußball-Weltverbandes (Fifa) wurden Flaggen auf Halbmast gesetzt.

Bei den Spielen der englischen Premier League sollen die Zuschauer am Wochenende jeweils für eine Minute im Gedenken an Speed applaudieren. „Gary wird als Kultspieler der Premier-League-Ära in Erinnerung bleiben“, hieß es in einer Mitteilung. Speed hatte 535 Spiele in der Premier League absolviert.

Der Ex-Nationaltorhüter von Wales, Neville Southall, schlug unterdessen ein Gedenkspiel zu Ehren des Auswahltrainers vor. Der 42-Jährige hatte vor seiner Amtszeit als Nationalcoach in zahlreichen englischen Spitzenclubs gespielt. „Holt ein paar seiner Kumpels von Newcastle, Everton, Bolton, Sheffield United und Leeds – und widmet das Spiel seiner Familie“, meinte Southall.

Der 53-Jährige ist der einzige Spieler, der für die „Drachen“ mehr Auftritte als Speed absolviert hat. In Wales und Everton war er dessen Teamkollege. Southall regte zudem an, den walisischen Preis für den Fußballer des Jahres nach Speed zu benennen.