Fifa-Ehrung

Drei Deutsche für Weltfußballer-Wahl nominiert

Zum Kreis der 23 Kandidaten zur Wahl des Weltfußballers 2011 gehören drei DFB-Nationalspieler. Auch zwei deutsche Trainer wurden nominiert.

Foto: pa/dpa/Ulmer

Mesut Özil, Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller stehen auf der Liste für die Wahl zum „Weltfußballer des Jahres“. Der Spanien-Legionär Özil von Real Madrid und die beiden Münchner Nationalspieler gehören neben dem favorisierten Lionel Messi vom FC Barcelona zum Kreis der 23 Kandidaten, die vom Weltverband Fifa ausgewählt wurden. Einer von ihnen wird am 9. Januar im Züricher Kongresshaus den Goldenen Ball für den weltbesten Spieler 2011 überreicht bekommen. Zudem sind Bundestrainer Joachim Löw und Jürgen Klopp (Borussia Dortmund) als „Trainer des Jahres“ nominiert.

Die Fifa veröffentlichte am Dienstagmorgen die Listen, auf denen keine weiteren Namen aus der Bundesliga zu finden sind. Auf der Top-50-Liste hatten angeblich Arjen Robben, Franck Ribery und Philipp Lahm (alle Bayern München) gestanden. Am 5. Dezember wird die Fifa den Kreis auf drei Spieler bzw. Trainer (zehn Nominierte) verkleinern.

Fast eine komplette Elf des Champions-League-Siegers FC Barcelona ist vorgeschlagen: Trainer Pep Guardiola, Eric Abidal (Frankreich), Dani Alves (Brasilien), Cesc Fabregas, Andres Iniesta, Gerard Pique, David Villa, Xavi (alle Spanien) und Messi.

Der wahrscheinlich härteste Konkurrent des Argentiniers Messi ist Cristiano Ronaldo (Real Madrid), dessen Teamkollegen Karim Benzema (Frankreich), Iker Casillas und Xabi Alonso (beide Spanien) wie Özil auf der Liste stehen.

Garefrekes nominiert

Bei den Frauen ist die ehemalige Fußball-Nationalspielerin Kerstin Garefrekes als einzige deutsche Kandidatin für die Wahl zur Weltfußballerin des Jahres nominiert worden. Neben der Mittelfeldspielerin vom 1. FFC Frankfurt stehen neun Namen auf der von der FifaA und der Fachzeitschrift France Football veröffentlichten Liste. Darunter ist auch die Brasilianerin Marta, die den Titel in der vergangenen fünf Jahren gewonnen hat, und Homare Sawa, Spielführerin von Weltmeister Japan.

„Da gehört Kerstin auf jeden Fall hin, sie hat über Jahre herausragende Leistungen gezeigt“, sagte Bundestrainerin Silvia Neid. Hoffnungen auf eine Rückkehr Garefrekes' in die Nationalmannschaft macht sich Neid aber nicht. „Wenn sie sich entschieden hat, hat sie sich entschieden. Sie weiß genau, was sie will“, sagte die 47-Jährige.Garefrekes war nach der enttäuschenden Heim-WM in diesem Sommer aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Ihre Ex-Kollegin Birgit Prinz wurde bisher als einzige deutsche Spielerin zur Weltfußballerin gewählt (2003 bis 2005).