2. Fussball-Bundesliga

Düsseldorf neuer Tabellenführer, Frankfurt im Glück

Fortuna Düsseldorf siegt hoch beim FSV Frankfurt, der MSV Duisburg unterliegt 1860 München, und Eintracht Frankfurt trifft in der Nachspielzeit.

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Erleichterung beim FC St. Pauli, neuer Jubel bei Fortuna Düsseldorf: Das Rennen um die Herbstmeisterschaft in der 2. Fußball-Bundesliga entwickelt sich zum Ende der Hinserie hin endgültig zum Vierkampf. Kurs hielt am Sonntag Düsseldorf, das beim FSV Frankfurt mit 5:2 (1:2) siegte. Dagegen konnte am 13. Spieltag Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt beim 1:1 (0:0) in letzter Sekunde beim FC Ingolstadt nur mit viel Glück die erste Liga-Niederlage abwenden. Greuther Fürth kann am Montag mit einem Sieg im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig wieder die Tabellenführung übernehmen.

Moral bewies Düsseldorf beim FSV Frankfurt: Zwei Mal lagen die Rheinländer durch die Tore von Zafer Yeelen (13. Minute) und Macauley Chrisantus (20.) hinten, doch am Ende jubelte nur Fortuna. Sascha Rösler mit seinen Saisontoren acht und neun (16./55./Foulelfmeter), Sascha Dum (66.) und Maximilian Beister (82./85.) stellten noch den glücklichen Sieg des Aufstiegsanwärters sicher.

Vier Tage nach dem bitteren Pokal-Aus vermied dagegen Eintracht Frankfurt beim Gastspiel in Ingolstadt nur knapp den nächsten Tiefschlag. Zwar agierten die Hessen überlegen, waren dabei aber viel pomadig – und wurden bestraft. Ingolstadts Stefan Leitl traf mit einem strammen Schuss (73.) für Kopfschütteln bei Eintracht-Coach Armin Veh. Doch Karim Matmour sicherte den Hessen in der Nachspielzeit (90.+6) noch einen Punkt.

Neben Fürth und Düsseldorf dürfte auch Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli den Ausrutscher von Frankfurt mit Freude aufgenommen haben. Nach der Achterbahnfahrt der vergangenen Wochen meisterte der Kiez-Club seine Auswärtshürde bei Union Berlin. Deniz Naki (63.) und Markus Thorandt (77.) machten den 2:0-Erfolg perfekt. „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie es nach den letzten Spielen besser machen wollte“, sagte Paulis Fabio Morena. Mit dem Spitzen-Quartett mithalten kann allein der SC Paderborn. Die Ostwestfalen machten mit dem 1:0 gegen Erzgebirge Aue den siebten Saisonsieg perfekt und halten als Fünfte Tuchfühlung zu den Topteams.



Pokal-Aus, Trainer Milan Sasic entlassen – am Ende einer schwarzen Woche setzte es für den MSV Duisburg daheim mit dem 0:3 (0:1) gegen 1860 München die nächste Niederlage. Routinier Daniel Bierofka brachte die zuletzt schwächelnden „Löwen“ früh (4.) mit einem abgefälschten Schuss in Front. Sandro Kaiser (67.) und Kevin Volland (82.) legten nach dem Wechsel zum Entsetzen von MSV-Interimscoach Oliver Reck nach.

Nichts zu holen gab es im Tabellenkeller auch für den Karlsruher SC. Nach dem 1:5 bei Dynamo Dresden war Trainer Rainer Scharinger tief enttäuscht: „Nach solch einer Niederlage braucht man nicht viele Worte finden.“ Dies musste er aber am Sonntag, als er wie auch Oliver Kreuzer beim Verein zum Rapport beordert wurde. „Ich möchte eine Erklärung dafür haben“, sagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther.

Langsam aus dem Keller klettert der VfL Bochum, der im Prestigeduell mit Ex-Trainer Friedhelm Funkel mit 1:0 gegen Alemannia Aachen die Oberhand behielt. VfL-Keeper Andreas Luthe sicherte dem Team von Funkels Nachfolger Andreas Bergmann mit einem in der Nachspielzeit gehaltenen Foulelfmeter drei Punkte.