2. Fussball-Bundesliga

Frankfurt gewinnt trotz Bombenalarm in Bochum

Die Eintracht bleibt nach dem Erfolg beim VfL Bochum weiter ungeschlagen. Hansa Rostock feiert den ersten Sieg. Paderborn schlägt Braunschweig.

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Der weiterhin ungeschlagene Erstliga-Absteiger Eintracht Frankfurt ist an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga gestürmt. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh gewann zum Auftakt des 11. Spieltages 2:0 (2:0) beim VfL Bochum und eroberte zumindest bis zum Sonntag Platz eins.

Der SC Paderborn verbesserte sich durch einen 1:0 (1:0)-Erfolg im Duell der beiden Überraschungsteams gegen Eintracht Braunschweig auf Platz fünf, während Hansa Rostock mit dem ersten Zweitliga-Sieg seit 539 Tagen beim 2:0 (1:0) gegen 1860 München ein Befreiungsschlag gelang. Aufsteiger Rostock verließ zumindest vorübergehend die Abstiegsränge.

Vor 20.132 Zuschauern in Bochum brachte ein Eigentor von Jonas Acquistapace (16.) die Frankfurter auf die Siegerstraße, Benjamin Köhler (37.) erhöhte noch vor der Pause auf 2:0 für die Gäste. Bochum steckt nach der siebten Saisonniederlage im unteren Tabellendrittel fest.

"Nur eine Zwischenbilanz"

„Wir haben den Bochumern in der ersten Hälfte unser Spiel aufgezwungen und unsere Chancen konsequent genutzt. In der zweiten Hälfte hat das nicht mehr so gut funktioniert, aber wir haben trotzdem verdient gewonnen“, sagte Köhler.

„Das ist nur eine Zwischenbilanz. Wir wollen auch am Saisonende auf den Aufstiegsplätzen stehen, das ist aber wie schon häufig bemerkt noch ein langer Weg“, sagte SGE-Coach Armin Veh nach dem auch spielerisch souveränen fünften Auswärtssieg. „Das war schon beeindruckend, wie präsent und technisch überzeugend das Team gearbeitet hat“, ergänzte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner.

Anpfiff mit Verspätung

Aufgrund einer Sperrung des Bochumer Hauptbahnhofs hatte das Spiel mit 30 Minuten Verspätung begonnen. Diese Entscheidung traf Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) in Absprache mit der Bochumer Polizei.

So sollte den Frankfurter Fans die Möglichkeit gegeben werden, pünktlich zum Anpfiff im Stadion zu sein. Am Freitagnachmittag hatte die Polizei neben dem Bahnhofsgebäude zwei verdächtige Pakete gefunden. Der Hauptbahnhof wurde anschließend komplett abgeriegelt.

In Paderborn feierten die Gastgeber durch das Tor von Christian Strohdiek (7.) den vierten Sieg in Serie. Vor 12.298 Zuschauern erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß. Eine Freistoßflanke von Alban Meha verlängerte Strohdiek mit dem Hinterkopf zum 1:0 für den SCP in die Maschen.

Die Braunschweiger, die in dieser Saison noch nicht auf des Gegners Platz verloren hatten, ließen sich von dem frühen Rückstand allerdings nicht schocken. Allerdings vergab die Eintracht viele Chancen und scheiterte immer wieder an SCP-Schlussmann Lukas Kruse.

„Wir haben extrem gut verteidigt und eine richtig gute erste Halbzeit gespielt“, sagte Paderborns Coach Schmidt. „Nach der Pause sind wir unter Druck geraten und haben unseren Spielfluss verloren. Auch unsere Konter waren nicht gut zu Ende gespielt.“

Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht erklärte: „In der ersten Halbzeit waren wir zu behäbig. Erst nach dem Wechsel haben wir das nötige Tempo im Spiel gehabt. Aufgrund unserer besseren zweiten Halbzeit haben wir unverdient verloren.“

Erleichterung in Rostock

Hansa Rostock hatte zuletzt am 23. April 2010 in der 2. Liga gewonnen. Für die Löwen bedeuteten die Gegentreffer von Dominic Peitz (39.) und Matthias Holst (73.) die dritte Niederlage in Folge und den Absturz ins Tabellenmittelfeld.

„Wir haben uns in den ersten 30 Minuten schwergetan. Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Heute wollten wir mehr gewinnen und haben 1860 mit Kampf in die Knie gezwungen“, sagte Rostocks Trainer Peter Vollmann und fügte an: „Wir haben eine Durststrecke hinter uns. Da ist man erleichtert und freu sich so richtig.“ "Löwen"-Coach Reiner Maurer meinte: „Wir haben es in der ersten Hälfte einfach verpasst, in Führung zu gehen."