2. Fussball-Bundesliga

Aufstiegsaspirant Bochum patzt auch in Berlin

Der VfL Bochum kommt nicht in Fahrt. Bei Union Berlin gab es bereits die dritte Saisonpleite. Eintracht Braunschweig und Erzgebirge Aue teilten sich die Punkte.

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Der VfL Bochum verliert in der 2. Fußball-Bundesliga schon früh den Anschluss an die Aufstiegsplätze. Das Team von Trainer Friedhelm Funkel verlor vor 14.388 Zuschauern bei Union Berlin am 5. Spieltag 1:2 (1:1) und liegt damit mindestens sieben Punkte hinter dem zweiten Tabellenplatz. Am Ende der Vorsaison war der VfL im Aufstiegskampf in der Relegation unglücklich an Borussia Mönchengladbach gescheitert.

Der japanische Neuzugang Takashi Inui (38.) brachte die Gäste zwar in Führung, er schloss einen Konter zu seinem ersten Profitor in Deutschland ab.

Dann aber brachte sich Bochum mit einer Fehlerkette selbst um einen möglichen Erfolg: Lukas Sinkiewicz verursachte erst einen unnötigen Eckball und riss bei dem seinen Gegenspieler Christian Stuff um, Silvio verwandelte den Foulelfmeter zum Ausgleich (45.). Vor dem Siegtor des kurz zuvor eingewechselten John Jairo Mosquera (64.) verschätzte sich Marcel Maltritz bei einem langen Ball.

Vor 15.000 Zuschauern war der VfL von Beginn an zu passiv gewesen, der Führungstreffer fiel zu diesem Zeitpunkt überraschend. Erst nach dem 1:1 waren die Gäste dann engagierter und attackierten früh, der Fehler von Maltritz aber machte die Bemühungen zunichte. Markus Karl (84.) hatte aufseiten des 1. FC Union mit einem Pfostenkopfball Pech.

„Wir waren von Anfang an da und haben ein tolles Spiel gemacht“, sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus.

Aufsteiger Eintracht Braunschweig behält Kontakt zu den Spitzenteams. Gegen Erzgebirge Aue mussten sich die Niedersachsen allerdings mit einem 1:1 (1:1) zufrieden geben. Mit zehn Punkten schob sich der deutsche Meister von 1967 auf Platz vier nach vorne.

Dennis Kruppke (7.) brachte die Eintracht vor 19.400 Zuschauern in der aggressiv geführten Begegnung per Kopf nach Freistoßvorlage von Nico Zimmermann in Führung. Für Kruppke war es Saisontreffer Nummer drei. Jan Hochscheidt (32.) erzielte den Ausgleich, hatte allerdings Glück, dass sein Schuss unhaltbar abgefälscht wurde. Es war erst Aues zweiter Saisontreffer.

Männel pariert Strafstoß

In der 75. Minute parierte Energie-Torwart Martin Männel einen Foulelfmeter von Dominick Kumbela. Vorausgegangen war eine Attacke von Oliver Schröder an Mirko Boland im Strafraum.

Aue hatte große Probleme, ins Spiel zu finden. Die Offensivaktionen wurden überhastet vorgetragen, sodass die Braunschweiger Abwehr kaum einmal in Verlegenheit gebracht wurde. Die Gastgeber überbrückten dagegen schnell das Mittelfeld und sorgten mit druckvollem Angriffsspiel für einige Verwirrung. Der FC Energie brauchte eine ganze Weile, um sich auf die Spielweise des Aufsteigers einzustellen.

Etwas überraschend kam Aue zum Ausgleich. Kumbela hatte danach Pech mit einem Kopfball an den Pfosten (39.). Allerdings verloren die Norddeutschen nach dem 1:1 etwas ihre spielerische Linie. In der zweiten Halbzeit spielte Aue etwas mutiger und konnte auch in der Offensive verstärkt Akzente setzen.

"Verdienter Punktgewinn"

Eintracht-Torwart Daniel Davari musste zweimal eingreifen (51./53.). Schiedsrichter Christian Bandurski (Oberhausen) verweigerte den Braunschweigern einen klaren Foulelfmeter (56.), nachdem Thomas Paulus Kumbela attackiert hatte.

„Endlich haben wir mal wieder ein Tor geschossen und uns diesen Punktgewinn verdient“, sagte Aues Torschütze Hochscheidt. „Wir wussten, dass es in Braunschweig nur über den Kampf geht, und wir haben den Kampf sehr gut angenommen.“

Für Braunschweigs sprachlosen Elfmeter-Pechvogel Kumbela redete der stark spielende Matthias Henn: „Natürlich hatten wir beim Elfmeter den Sieg vor Augen, aber am Ende war es ein Spiel, wo wir auch mal mit dem einen Punkt zufrieden sein müssen“.