Ethikkomission

Fifa wirft Bin Hammam wegen Bestechung raus

Die Fifa hat Mohamed Bin Hammam die Mitgliedschaft in der Organisation wegen Bestechung entzogen. Der Funktionär will in Berufung gehen.

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Der Fußball-Weltverband (Fifa) hat Mohamed Bin Hammam die Mitgliedschaft in der Organisation lebenslang entzogen.

Die Ethikkomission der Fifa befand den Katarer der Bestechung für schuldig . Bin Hammam war während der Anhörung am Freitag nicht erschienen. Auf seiner Webseite wies der Präsident des asiatischen Fußballverbandes (AFC) aber jede Schuld von sich und kündigte im Falle einer Verurteilung an, Berufung einzulegen.

Der Katarer soll Mitgliedern der karibischen Fußball-Union (CFU) jeweils 40.000 Dollar (ca. 28.000) geboten haben, um ihn bei seiner Präsidentschaftskandidatur gegen Joseph Blatter zu unterstützen, die er später wieder zurückzog.

Der Schuldspruch "steht in Einklang mit der erklärten Null-Toleranz-Politik bei unethischem Verhalten", sagte Petrus Damaseb, der Vorsitzende der Ethikkommission. Bin Hammams Anwalt Eugene Gulland erklärte Journalisten, dass der 62 Jahre alte Bin Hammam "mit allen juristischen Möglichkeiten gegen den Schuldspruch vorgehen" werde.

Der Katarer hatte dabei fest mit einer Verurteilung gerechnet. Einen Tag vor der Suspendierung durch die Fifa-Ethikkommission hatte er in seinem Internet-Blog geschrieben: "Keiner von uns sollte völlig überrascht sein, wenn es zu einem Schuldspruch kommt."

Zudem hat die Fifa in Debbie Minguell und Jason Sylvester zwei Mitglieder der CFU für jeweils ein Jahr gesperrt. Den beiden wird angelastet, die Schmiergelder, welche bei einem Treffen der CFU am 10. Mai in Trinidad geflossen sein sollen, verteilt zu haben.

Der Korruptionsskandal rund um die Fifa-Präsidentschaftswahlen dürfte indes noch nicht vorbei sein. So forderte Damaseb eine zweite Untersuchungswelle anlässlich des Treffens am 10. Mai.