Korruptionsverdacht

Fifa ermittelt gegen Präsident Joseph Blatter

Bei der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 gabe es angeblich Bestechungszahlungen. Und Fifa-Chef Blatter soll davon gewusst haben. Jetzt ermittelt sein eigener Weltfußballverband gegen ihn.

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Der Weltfußballverband Fifa leitet im Zusammenhang mit den Bestechungsvorwürfen um WM-Vergaben nun auch eine Untersuchung gegen Präsident Joseph Blatter ein. Wie die Fifa am Freitag, fünf Tage vor der Präsidentschaftswahlen in Zürich, mitteilte, hat der Schweizer bis diesen Samstag (11.00 Uhr) Gelegenheit, zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen Stellung zu nehmen.

Hintergrund sind mögliche Bestechungszahlungen im Zusammenhang mit der doppelten Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022. Präsidentschaftskandidat Mohamed bin Hammam aus Katar hatte dem Amtsinhaber vorgeworfen, von angeblichen Zahlungen an Fifa-Mitglieder gewusst, aber nichts dagegen unternommen zu haben. Gegen Bin Hammam ermittelt das Ethik-Komitee bereits.

Blatter wurde wie bin Hammam und drei weitere hochrangige Exekutiv-Mitglieder am Sonntag zur Anhörung vor die Ethikkommission der Fifabestellt. Fifa-Präsident Joseph Blatter sieht der Untersuchung der Ethikkommission gegen seine Person gelassen entgegen. „Ich kann zum Verfahren, das heute gegen mich eröffnet wurde, keine Stellung nehmen. Die Fakten werden für sich selbst sprechen“, ließ der 75 Jahre alte Chef des Fußball-Weltverbandes am Freitag mitteilen.