2. Fussball-Bundesliga

Augsburg verpasst gegen Duisburg Sprung auf Platz 1

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Der Aufstiegs-Kandidat kommt im Spitzenspiel gegen Duisburg nicht über ein Unentschieden hinaus. Union ärgert sich über einen vergebenen Elfmeter.

Der FC Augsburg hat am Freitag den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay musste sich im Spitzenspiel des 22. Spieltages mit einem 0:0 gegen den Pokal-Halbfinalisten MSV Duisburg begnügen. Mit 41 Punkten bleibt der FCA Zweiter hinter Topfavorit Hertha BSC Berlin (42), der erst am Sonntag beim Karlsruher SC spielt. Der MSV (39) ist als Vierter weiter in Schlagdistanz.

Rot-Weiß Oberhausen verließ am Freitag zumindest vorerst die Abstiegszone. Mit dem 2:0 (1:0) gegen den SC Paderborn zum Auftakt des 22. Spieltages kletterten die Kleeblätter von Relegationsplatz auf Rang 15 und überholten den Karlsruher SC, der am Sonntag (13.30 Uhr) auf Hertha BSC trifft. Dagegen vergab der VfL Osnabrück in einer turbulenten Begegnung nach einer 2:0-Führung mit dem 3:3 (1:0) bei Union Berlin die Chance, sich von den Abstiegsplätzen abzusetzen. Osnabrück hat wie RWO 22 Punkte auf dem Konto.

Oberhausen holte nach zuvor acht Spielen ohne Sieg durch Treffer von Yohannes Bahcecioglu (17.) und Ronny König (52.) wieder einen Dreier. Vor 4117 Zuschauern im Niederrheinstadion war der Deutsch-Türke Bahcecioglu nach Vorarbeit von Mike Terranova im zweiten Versuch aus fast unmöglichem Winkel wenige Zentimeter vor der Torauslinie erfolgreich. Beim 2:0 schoss Terranova den Ball aus gut zwölf Metern an die Unterkante der Latte. König schaltete am schnellsten und staubte zum 2:0 ab.

„Ich freue mich riesig für meine Mannschaft, die sich endlich mal für eine gute Leistung selbst belohnt hat - das hat sie bislang viel zu selten getan in dieser Saison“, sagte RWO-Coach Hans-Günter Bruns.

In Berlin hatte Osnabrück vor 14.074 Zuschauer nach Treffern von Tobias Nickenig (33.) und Sebastian Tyrala (49.) den Sieg bereits vor Augen, ehe Christian Stuff (62.), Santi Kolk (63.) und Chinedu Ede (72.) innerhalb von elf Minuten den Spielverlauf auf den Kopf stellten. Doch Nicky Adler (78.) rettete den Niedersachen wenigstens noch einen Zähler. Anschließend hatte Torsten Mattuschka noch die große Chance zum Berliner Siegtreffer, doch der Kapitän setzte einen Handelfmeter über das Tor (87.).

„Wir waren eigentlich schon tot, aber unsere Moral ist absolut intakt“, sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus, der über Spielverlauf den Spielverlauf nur den Kopf schütteln konnte: „Ich bin in der zweiten Halbzeit mehrfach auferstanden und habe mich wieder hingelegt.

In Augsburg sahen 20.143 Zuschauern eine an Höhepunkten arme Begegnung. Im ersten Durchgang waren die Augsburger noch die klar bessere Mannschaft. Der FCA entwickelte viel Druck und zwang den MSV zu vielen Fehlern. Allein die Chancenverwertung ließ bei den Gastgebern, die auf den gelbgesperrten Torjäger Michael Thurk verzichten mussten, zu wünschen übrig. Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild. Die Zebras stellten sich in der Defensive geschickter an und brachten mit schnellen Kontern die Gastgeber ein ums andere Mal in die Bredouille. Winter-Einkauf Ivica Banovic hatte die große Chance zur Führung, doch der Mittelfeldspieler traf mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nur den Pfosten (58.).

( dpa/ sid )