2. Fussball-Bundesliga

Bochum setzt Erfolgsserie gegen Cottbus fort

Der VfL Bochum hat mit dem Sieg über Energie Cottbus den dritten Tabellenplatz gefestigt. Trainer Funkel war mit der Leistung dennoch unzufrieden.

Foto: dpa / dpa/DPA

Der VfL Bochum bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga in der Erfolgsspur und steuert weiter in Richtung Aufstieg. Im Topspiel des 27. Spieltags besiegte Bochum am Montagabend Energie Cottbus mit 1:0 (0:0) und festigte mit dem 14. Spiel in Serie ohne Niederlage den dritten Tabellenplatz.

Die Lausitzer dürften sich nach dem Siegtor von Giovanni Federico (70.) und nunmehr sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz wohl aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet haben. Bochum liegt dagegen nur zwei Punkte hinter dem FC Augsburg, der den zweiten direkten Aufstiegsplatz hinter Spitzenreiter Hertha BSC belegt.

Bochums Trainer Friedhelm Funkel ging trotz des Erfolges hart mit seiner Mannschaft ins Gericht: „Das war mehr als glücklich. Das war eine katastrophale Leistung, die erste Halbzeit war unterirdisch“, schimpfte Funkel und lobte den Gegner: „In der ersten Halbzeit waren die Cottbuser so was von dominant hier im Stadion, das habe ich noch nicht erlebt.“

Sein Cottbuser Kollege Claus-Dieter Wollitz bemängelte zwar einige Schiedsrichterentscheidungen, warf seiner Mannschaft aber auch vor: „Das 0:1 ist an Naivität und Dummheit nicht zu überbieten.“

Statt dem von Wollitz stets geforderten „spektakulären Offensivfußball“ agierten seine zuletzt dreimal erfolgreichen Schützlinge aus einer kompakten Defensive und machten dem Gegner so das Leben schwer. Die Bochumer standen ebenfalls dicht gestaffelt und scheuten das Risiko im Spiel nach vorne. Torchancen hatten daher lange Zeit Seltenheitswert.

Spannender und spektakulärer wurde es in der zweiten Halbzeit, die mit einem Pfostentreffer des Cottbusers Daniel Adlung (53.) begann. „Wenn sie mit dem Pfostenschuss in Führung gehen, wäre es nicht unverdient gewesen, wenn Cottbus gewonnen hätte“, sagte selbst Funkel. Adlung meinte nach der Niederlage dagegen: „Wir müssen nicht mehr vom Aufstieg reden.“

Treffsicherer agierte auf der Gegenseite Federico, der nur vier Minuten nach seiner Einwechselung mit einer Direktabnahme den zu diesem Zeitpunkt überraschenden Führungstreffer für die Bochumer erzielte. Pech hatten die Gäste, dass nur Sekunden später Torjäger Nils Petersen aus kürzester Distanz an VfL-Torwart Andreas Luthe scheiterte. Innenverteidiger Uwe Hünemeier verpasste ebenfalls den Ausgleich (84.).