2. Fussball-Bundesliga

VfL Bochum gewinnt kurioses Spiel in Aachen

Trotz zweier Elfmeter für Aachen nimmt der VfL Bochum drei Punkte vom Tivoli mit. Bielefeld ist nach der Heimniederlage gegen 1860 München so gut wie abgestiegen.

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Der VfL Bochum hat mit Glück, aber auch kühlem Kopf seine Chance auf ein Comeback in der Fußball-Bundesliga gewahrt. Mit dem 3:1 (1:1)-Sieg bei Alemannia Aachen in einem turbulenten und spektakulären Spiel mit drei Foulelfmetern blieben die Westfalen auch das 13. Spiel in Folge ungeschlagen und rückten zumindest bis Montagabend, wenn der direkte Konkurrent SpVgg Greuther Fürth beim Zweitliga-Tabellenführer Hertha BSC antreten muss, auf den Relegationsplatz vor.

Mimoun Azaouagh (15.) brachte die Bochumer in Führung, Tolgay Arslan (25.) sorgte noch vor der Pause für den Ausgleich. Das 2:1 für den VfL erzielte Ümit Korkmaz (54.). Die großen Chance zum Ausgleich vergaben die Aachener, als ihnen Schiedsrichter Felix Brych (München) innerhalb von drei Minuten zwei Foulelfmeter zusprach.

Zunächst scheiterte Marco Höger an Bochums Torhüter Andreas Luthe (60.), anschließebnd traf Benjamin Auer die Latte (62.), von der aus der Ball Fernsehbildern zufolge wohl hinter der Torlinie aufsprang. Bezeichnenderweise sorgte Marcel Maltritz (85.) mit dem dritten Foulfmeter in diesem Spiel (85.) für die Entscheidung zugunsten des VfL.

Die Gelb-Rote Karte für den Aachener Tobias Feisthammel (74.) steht für die vorwiegend in der zweiten Halbzeit hektische Begegnung, nachdem die 19.013 Zuschauer im ersten Durchgang ein auch spielerisch ansehnliches Zweitligaspiel gesehen hatten. Beide Mannschaften zeigten erfrischenden Offensivfußball, mit einigen vielversprechenden Möglichkeiten. In der zweiten Halbzeit hätten die Bochumer das Resultat gegen Aachener in Unterzahl sogar noch höher gestalten können.

Arminia Bielefeld befindet sich nach einem kurzzeitigen Aufschwung wieder im schier unaufhaltsamen Sturzflug Richtung 3. Fußball-Liga. Die Ostwestfalen unterlagen vor eigenen Publikum dem ebenfalls krisengeschüttelten TSV 1860 München 0:3 (0:1). Acht Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Rückstand auf den rettenden 15. Platz immerhin 13 Punkte.

Ein ehemaliger Bielefelder war vor 15.113 Zuschauern maßgeblich an diesem weiteren Tiefschlag für die Arminia beteiligt: Mittelfeldspieler Stefan Aigner erzielte nach einem Freistoß von Kai Bülow den zweiten Treffer der Gäste (63.), zuvor war Christopher Schindler nach einem Pass von Kevin Volland früh die Führung der „Löwen“ gelungen (13.). Volland selbst sorgte für den Endstand (83.). Der TSV 1860 hat sich seiner Abstiegssorgen damit wohl endgültig entledigt, zugleich sind aber auch die Aufstiegsplätze mindestens neun Punkte entfernt.

Der Sieg der „Löwen“ war verdient. Nach dem Führungstreffer hatten die Münchner die Begegnung im Griff, ohne dabei zu überzeugen. Sicher stand die umformierte Innenverteidigung mit Bülow und dem starken Necat Aygün, der bester Spieler seiner Mannschaft neben Aleksandar Ignjovski und Aigner war. Bei der Arminia konnte kein Spieler wenigstens ansatzweise überzeugen.