Länderspiele

Bundestrainer Löw verzichtet weiter auf Ballack

Für die beiden Spiele gegen Kasachstan und Australien holt Joachim Löw drei Spieler zurück – und lässt den Kapitän weiter außen vor.

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Der Kapitän bleibt an Land: Bundestrainer Joachim Löw verzichtet für das EM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 26. März in Kaiserslautern gegen Kasachstan sowie das Duell mit Australien in Mönchengladbach drei Tage später weiter auf Michael Ballack.

Dagegen feiert der lange verletzte Toni Kroos vom deutschen Meister Bayern München sein Comeback in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Kroos steht ebenso wieder im Kader wie sein gegen Italien angeschlagener Teamkollege Mario Gomez. Zudem kehren Andre Schürrle (FSV Mainz 05) und Tim Wiese (Werder Bremen) als Torhüter Nummer drei in den Kreis der Nationalmannschaft zurück.



Nicht berücksichtigt wurde Verteidiger Heiko Westermann (Hamburger SV). Gegenüber dem 1:1 der DFB-Auswahl am 9. Februar gegen Italien fehlt auch Kevin Großkreutz vom Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund im Aufgebot.

„Wir haben inzwischen auf vielen Positionen mehrere Alternativen. Da Andre eine konstante Saison spielt und auch zuletzt gute Leistungen geboten hat, ist er wieder dabei. Er hat diesmal den Vorzug vor Marko Marin und Kevin Großkreutz erhalten, die in unseren Planungen ebenfalls weiterhin eine Rolle spielen“, sagte Löw. Für Schürrle, der sein Länderspiel-Debüt am 17. November 2010 beim 0:0 in Göteborg gegen Schweden gegeben hatte, ist es die zweite Berufung in den DFB-Kader.

„Wir wollen uns gegen Kasachstan einen weiteren Sieg in der EM-Qualifikation sichern, um unsere Tabellenführung und gute Ausgangsposition zu festigen“, betonte Löw, der seinen Vertrag am vergangenen Dienstag bis zur WM 2014 in Brasilien vorzeitig verlängert hatte. Das Hinspiel gegen Kasachstan in Astana hatte das DFB-Team, das die Gruppe A mit der makellosen Bilanz von vier Siegen aus vier Spielen anführt, 3:0 gewonnen.

Vor dem Wiedersehen mit den von Holger Osieck trainierten Australiern, die das letzte Aufeinandertreffen bei der WM 2010 in Durban 0:4 verloren hatten, machte Löw deutlich: „Die Partie gegen Australien, das zu Beginn des Jahres nach guten Leistungen beim Asien-Cup erst im Finale an Japan scheiterte, ist ein reizvolles Duell. Ich möchte in dieser Begegnung den einen oder anderen jüngeren Spieler länger testen und folglich jenen Spielern, die zuletzt viele Einsätze bestritten haben, eine Pause gönnen.“

In Philipp Lahm, Holger Badstuber, Bastian Schweinsteiger, Kroos, Gomez und Miroslav Klose stellt Rekordmeister Bayern trotz des unbefriedigenden Saisonverlaufs die meisten Spieler. Vom BVB wurden in Mats Hummels, Marcel Schmelzer, Mario Götze und Sven Bender vier Akteure berücksichtigt.