2. Fussball-Bundesliga

Duisburg verliert in Karlsruhe – Aue gewinnt

Während sich die "Zebras" langsam aus dem Aufstiegsrennen verabschieden, springt Aue auf Platz drei. Ingolstadt erkämpft wichtigen Sieg im Abstiegskampf.

Foto: Bongarts/Getty Images/Getty

Der FC Erzgebirge Aue klopft wieder an die Tür zur Bundesliga, für den MSV Duisburg ist der Aufstieg dagegen in weite Ferne gerückt. Zum Auftakt des 26. Zweitliga-Spieltags beendete Aufsteiger Aue seine Auswärtskrise und übernahm mit dem 2:1 am Freitag bei Rot-Weiß Oberhausen vorübergehend den Aufstiegs-Relegationsplatz. Der enttäuschende DFB-Pokalfinalist Duisburg dürfte mit dem 1:3 beim Karlsruher SC seine Aufstiegschancen verspielt haben.

Neben dem KSC erreichte auch der FC Ingolstadt dank des 2:1 beim FSV Frankfurt vorerst das rettende Ufer. Aufsteiger Aue holte nach zuletzt fünf Auswärtsniederlagen hintereinander wieder drei Punkte in der Fremde und darf weiter vom Durchmarsch aus der dritten in die erste Liga träumen. Nach dem verdienten Sieg durch die Kopfballtore von René Klingbeil (26.) und Enrico Kern (53.) kehrten die Sachsen erstmals seit dem 16. Spieltag wieder auf einen Spitzenplatz zurück.

Die seit vier Partien sieglosen Oberhausener kamen nur zum Ehrentreffer durch Tim Kruse (78.). Die „Kleeblätter“ setzten auch mit dem neuen Trainer Theo Schneider ihre Talfahrt fort und stürzten auf den vorletzten Tabellenplatz ab.

„Mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Das Experiment mit Kevin Schlitte neben Marc Hensel auf der Sechserposition ist geglückt. Am Ende war es ein Arbeitssieg, denn Oberhausen hat nach dem Anschluss noch einmal alles nach vorn geworfen“, sagte Aue-Coach Rico Schmitt. RWO-Trainer Theo Schneider war enttäuscht von seiner Mannschaft: „Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Ich war völlig überrascht, dass wir ohne Selbstvertrauen gespielt haben. Aue war uns vor allem in der ersten Halbzeit kämpferisch weit überlegen.“

Gelungenes Heimdebüt von Scharinger

Beim KSC ist mit dem neuen Trainer Rainer Scharinger die Hoffnung auf den Klassenerhalt zurückgekehrt. Sechs Tage nach dem 1:1 in Bochum feierte der Nachfolger von Uwe Rapolder ein erfolgreiches Heimdebüt. Nach zwei Heimpleiten in Folge schossen Andrei Cristea (18.), Alexander Iaschwili (24./Foulelfmeter) und Stefan Müller (86.) den KSC aus der Abstiegszone. Goran Sukalo (73.) traf für den enttäuschenden MSV, der nach fünf Spielen ohne Sieg und zehn Punkten weniger als der Tabellenzweite FC Augsburg seine Aufstiegshoffnungen begraben kann.

„Ich kann nicht verstehen, dass wir im Pokal so weit gekommen sind und die Spieler nun vergessen, welche Werte uns so weit gebracht haben“, schimpfte MSV-Trainer Milan Sasic nach der vierten Auswärtsniederlage seiner Mannschaft und kündigte Konsequenzen an: „Wenn es aber so ist, werden wir etwas Neues ausprobieren müssen.“ Sein Karlsruher Kollege Scharinger blickte hingegen zuversichtlich nach vorne: „Bei uns ist schon ein neues Wir-Gefühl entstanden. Der Sieg tut gut und gibt mehr Sicherheit.“

Dritter Sieg in Serie

Der FC Ingolstadt setzte seine Aufholjagd im Tabellenkeller erfolgreich fort und steht nach dem dritten Sieg in Serie erstmals seit dem 5. Spieltag wieder auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Der Brasilianer Caiuby (48./68.) jeweils nach Vorarbeit von Stefan Leitl machte den verdienten Sieg der Oberbayern perfekt. Den Frankfurtern war bei ihrer fünften Niederlage in Folge der zwischenzeitliche Ausgleich durch Jürgen Gjasula (63./Handelfmeter) gelungen. „Wir haben einen großen Kampf gezeigt“, sagte Gäste-Trainer Benno Möhlmann.

„Wir müssen jetzt aufpassen“, sagte FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen. Kapitän Björn Schlicke wurde noch deutlicher: „Das ist jetzt schon gefühlter Abstiegskampf. Es wird von Woche zu Woche enger.“