Kicker-Ticker

Matthäus soll Trainer von 1860 München werden

Ein neuer Hauptponsor steigt nur bei 1860 München ein, wenn Lothar Matthäus Reiner Maurer ablöst. Außerdem: HSV ohne Joris Mathijsen in München.

++++ Lothar Matthäus steht möglicherweise vor seinem ersten Trainerjob in Deutschland. Nach Informationen der Münchner „tz“ soll der Rekordnationalspieler ab der kommenden Saison Trainer beim Zweitligisten TSV 1860 München werden . Ein neuer Hauptsponsor soll sein Engagement bei den „Löwen“ davon abhängig machen, dass Matthäus im Sommer den aktuellen Trainer Reiner Maurer ablöst . Auf Nachfrage der Zeitung dementierte 1860-Präsident Dieter Schneider das angebliche Interesse an Matthäus. Matthäus war in der Vergangenheit schon häufiger als Trainer des Traditionsklubs im Gespräch. Vor zwei Jahren hatte er sich selbst angeboten, doch der Klub entschied sich damals für Ewald Lienen. Im vergangenen Sommer hatte es lose Kontakte zwischen dem 49-Jährigen und dem TSV 1860 gegeben. Der ehemalige Profi des Lokalrivalen FC Bayern war zuletzt am 18. Februar beim Zweitligaderby gegen den FC Augsburg als Zuschauer in der Allianz Arena gewesen. „Ich würde gerne Trainer werden bei 1860“, hatte er damals laut „tz“ gesagt, „dieser Verein reizt mich immer“. Matthäus trainiert aktuell die bulgarische Nationalmannschaft. Davor arbeitete er als Vereinscoach bei Rapid Wien, Partizan Belgrad, Atletico Paranaense/Brasilien, Red Bull Salzburg sowie als Nationaltrainer in Ungarn. ++++

++++ Tabellenführer Borussia Dortmund hat auf die riesige Kartennachfrage für das letzte Spiel der laufenden Saison am 14. Mai gegen Eintracht Frankfurt reagiert und wird die zur Verfügung stehenden freien Ticketkontingente ausschließlich verlosen . Nach derzeitigen Schätzungen sind weit über 200.000 Kartenwünsche zu erwarten, allerdings sind weit über 50.000 Plätze bereits durch Dauerkarteninhaber belegt. ++++

++++ Innenverteidiger Joris Mathijsen wird dem Hamburger SV im Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr) beim FC Bayern München fehlen . Der niederländische Vize-Weltmeister leidet nach einem Bänderriss noch unter Schmerzen im Knöchel. „Er ist Vollprofi und stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft“, sagte Trainer Armin Veh am Donnerstag, „aber mit Schmerzen kann er nicht die volle Leistung abrufen.“ Für Mathijsen wird Heiko Westermann in die Abwehr zurückkehren und David Jarolim ins defensive Mittelfeld. Auch der Einsatz des angeschlagenen Guy Demel ist noch ungewiss. ++++

++++ Der wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung vorübergehend festgenommene Brasilianer Brandao von Olympique Marseille ist wieder auf freiem Fuß . Ein Gericht entließ den Stürmer gegen Zahlung einer Kaution aus der Untersuchungshaft. Eine 23 Jahre alte Frau beschuldigt den sieben Jahre älteren Angreifer, sie auf der Heimfahrt von einem Disco-Besuch belästigt zu haben. ++++

++++ Der englische Nationalspieler Ashley Cole vom FC Chelsea muss wegen seiner Schießeinlage mit einem Luftgewehr keine Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung mehr fürchten. Cole war Ende Februar auf Chelseas Trainingsgelände unachtsam mit einem Luftgewehr umgegangen und hatte dabei offenkundig mit einem versehntlich ausgelösten Schuss einen Klubpraktikanten leicht verletzt. Der Abwehrspieler beteuerte anschließend offenbar glaubhaft, keine Kenntnis vom geladenen Zustand der Waffe gehabt zu haben. ++++

++++ Der Weltverband Fifa hat ein Ermittlungsverfahren gegen sechs Schiedsrichter bzw. Offizielle wegen Manipulationsverdachts eröffnet. Die Namen der Betroffenen Personen wurden nicht bekannt gegeben. Es geht um die Länderspiele zwischen Bolivien und Lettland (1:2) sowie zwischen Estland und Bulgarien (2:2), das von Lothar Matthäus als Trainer betreut wird, am 9. Februar 2011. Beide Partien fanden im türkischen Antalya ohne TV-Übertragung und fast ohne Zuschauer statt. Auffällig wurden die Spiele vor allem dadurch, dass alle sieben Tore durch Elfmeter fielen. ++++

++++ Der finanziell angeschlagene Zweitligist 1860 München ist vom DFB-Sportgericht aufgrund unsportlichen Verhaltens seiner Fans zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt worden. Die Löwen-Anhänger hatten bei den Auswärtsspielen gegen den FC Ingolstadt als auch gegen Erzgebirge Aue pyrotechnische Gegenstände gezündet. 1860-Geschäftsführer Robert Schäfer verurteilte das Verhalten der Fans: „Selbstverständlich schätzen wir jede positive Unterstützung durch unsere Fans. Aber wieder einmal tragen wir die finanziellen Folgen für das unsinnige Verhalten einiger Unverbesserlicher. Daher sprechen wir uns ganz deutlich gegen ein solches Fehlverhalten aus.“ ++++

++++ Der Schiedsrichter-Streit in Frankreichs Profiliga um mehr Geld und Anerkennung ist beigelegt . Nach einem Versöhnungstreffen zwischen Vertretern von Schiedsrichtern, Fußballclubs, dem FFF-Verband und der Profiliga LFP kündigte Sportministerin Chantal Juanno Richtlinien an. Man wolle zudem eine Instanz ins Leben rufen, die über die Ausrichtung des Schiedsrichterwesens entscheiden solle. Auch solle sie regelmäßige Treffen zwischen den Referees und den Clubchefs veranstalten, erklärte die Ministerin. Finanzielle Fragen seien nicht erörtert worden. Die Schiedsrichter der höchsten Spielklasse forderten seit Monaten eine Erhöhung ihrer Bezüge sowie auch einen Anteil an den Sponsoren-Geldern in Höhe von 42 Millionen Euro pro Saison, die ein Sportartikelhersteller (Nike) dem FFF zahlt. Außerdem protestieren sie gegen die von vielen Spielern, Trainern und TV-Experten geäußerte Kritik an ihren Leistungen. Der Konflikt hatte sich am vergangenen Wochenende zugespitzt, als der FFF alle in der Ligue 1 angesetzten Referees austauschte, nachdem diese angedroht hatten, die Spiele aus Protest mit 15 Minuten Verspätung anzupfeifen. Alle Liga-Begegnungen wurden deshalb von Amateur-Schiris aus der Dritten Liga geleitet, die ihre Sache sehr gut machten und von Medien und Vereinen gelobt wurden. Am Wochenende sollen allerdings wieder die Profischiedsrichter aufs Feld. ++++