AOK-Landespokal

Der Hattrick von de Almeida

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Frank Toebs
Symbolbild

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Foto: Maurizio Gambarini / FFS

Abgebrühte Türkspor-Elf dreht nach der Pause auf

Berlin. Dieser Artikel erscheint in Kooperation mit der Fußball-Woche.

Die so genannten „eigenen Gesetze“ des Pokals spielten diesmal keine Rolle. Landesligist Meteor konnte bei dieser ersten ernsthaften Standortbestimmung seine Möglichkeiten zu Beginn einfach nicht nutzen. Wie es nach vergebenen Chancen weiterlaufen kann, ist bekannt. Am Ende ging es für die Heim-elf gegen den Berlin-Ligisten Türkspor nur noch darum, „das Spiel anständig zu Ende zu bringen.“ So die Forderung von Meteor-Trainer Loeffler nach dem

0:3-Rückstand. Bis zum Abpfiff des guten Schiedsrichters Sommerfeld blieb es am Freitagabend auch bei drei Toren. Türkspors Last-Minute-Neuzugang Bernardes de Almeida (früher TuS Makkabi) hätte dabei seinen Hattrick durchaus noch steigern können.

Druckvoll und selbstbewusst spielte zunächst die Meteor-Elf auf. Hamlecioglus Pfostentreff er in Minute eins zeig-te, wohin es in der Partie hätte gehen können. Kurz darauf folgten die nächsten Hochkaräter durch Sonko, der dabei zweimal am sicheren Torwart Machalski scheiterte. Türkspor fing sich, konnte bei wenigen eigenen Chancen ein 0:0 bis zur Pause halten. Zum Ende hatte Meteor in der kampfbetonten, dabei fairen Begegnung nicht mehr genügend Kraftre-serven. Das Team mit der reiferen Spielart konnte auf dem durchnässten Platz seine Routine gut ausspielen – trotz des Umbruchs in der Mannschaft vor dem Saisonbeginn.

Alle Einnahmen gespendet

Die Tageskasse von etwa 600 Euro ging an die Opfer der Flutkatastrophe. Darauf hatten sich beide Vereine verständigt. Vorbildlich war auch die Art, wie sich Meteor-Offizielle und Merih Yilmaz, Türkspors Sportlicher Leiter, am Rande über Verlauf und Ergebnis austauschten; man kennt sich. Fatih Polat, der am Freitag den verhinderten Türkspor-Trainer Umut Binici vertrat, sah das Spiel so: „Nach schlechtem Start eine schöne Steigerung gegen einen interessanten Gegner.“ Die neuen Spieler brauchten aber noch Zeit für ein Zusammenwachsen des Teams. Meteor-Trainer Tobias Loeffler bedauerte, dass „man so gut im Spiel gewesen“ sei, dann aber gegen einen abgebrühten Gegner in Hälfte zwei nicht mehr zu einem klareren Spielaufbau fand.

Am kommenden Sonnabend ist bei Meteor ein Sommerfest für Kinder und Nachbarn geplant. Ab 14 Uhr soll bei frei-en Getränken und Speisen jungen und alten Mitgliedern für ihre Treue während der – wie überall – nicht leichten Corona-phase gedankt werden. Mehr Infos unter www.meteor06.de.

BFC Meteor 06 – Berlin Türkspor 0:3 (0:0)

METEOR: Sonnenberg – Jantzen, Riese, Sey, Esho – Hamlecioglu (76. Katirci), Cebeci (59. Aslan, 82. Warncke) – Gacanovic, Böhm, Herdem (59. Cankaya, 82.˛El-Ahmad) – Sonko.

TÜRKSPOR: Machalski – Cygankov, Yesiltepe, Niel-sen, Tanis (38. Preuß) – Brinkmann, Quattara – Yildiz (77.˛Allamyar), Gehring, Karadeniz (76. Gül) – Bernardes de Almeida.

SR: Sommerfeld (Hertha BSC) – z. Z.: 117.

TORE: 0:1 (59.) Bernardes de Almeida , 0:2 (76.) Bernardes de Almeida, 0:3 (82.) Bernardes de Almeida. GELBE KARTEN: Gacanovic – Karadeniz, Yildiz. BESTE SPIELER: Riese – Bernardes de Almeida, Machalski, Gehring.